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und Gymnasiallehrer die formale Philologie zu Grunde ge-legt werden muss, nicht etwa epigraphische und antiqua-rische Uebungen.
In dem Programm nun, das ich S. 12 — 16 für dieBildung der Gymnasiallehrer aufstelle, fehlt nur ein noth-wendiges Colleg, die Encyclopädie der Philologie, und mitRecht. Denn diese muss gelesen werden, mag man nundie formale oder, thörichterweise, die reale Philologie derBildung des künftigen Philologen zu Grunde legen. Ausser-dem bildet die Encyclopädie keine Philologen, sondernzeigt nur denen, die Philologen werden möchten, die Wege,die sie dazu einschlagen müssen.
Wie nun? Durch Collegien über Litteraturgeschichte,Metrik und Grammatik (diese, wie S. 8 zeigt, in der weiterenBedeutung des Wortes genommen), durch Erklärung derS. 13 aufgezählten Schriftsteller, die fast durchweg zu dengrössten Meistern des Alterthums in formeller wie materiellerHinsicht gehören, endlich durch ergänzende Erklärungenanderer, an Wichtigkeit diesen zunächst stehenden Autoren,welche ich S. 14, 15 als selbstverständlich bezeichne —durch eine solche Thätigkeit des philologischen Professorssollten keine Philologen gebildet werden? Was würde wohlRitschi von einem Schüler sagen, der mit solchen Vor-lesungen keine Philologen zu bilden im Stande wäre? Erwürde sagen, er sei ein Idiot in der Philologie oder inder Pädagogie oder in beidem.
Ich bemerke übrigens ausdrücklich, was freilich fürden denkenden Leser der wissenschaftlichen Biographieausser Zweifel ist, dass ich es für selbstverständlich achte,dass die philologischen Studenten auch Collegien aus demGebiet der realen Philologie hören. Nur darf sie nicht