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femer überhaupt auf die Dichter einliess, die nun einmalnicht sein Fach sein dürften. Dass gleichwohl auch fürdie Dichter manches Treffliche geleistet, bin ich am we-nigsten geneigt zu bestreiten.
Uebrigens ist, um dies beiläufig zu sagen, der geringeSinn und der deshalb relativ geringe Erfolg bei Behand-lung der Dichter eine beachtenswerthe Besonderheit inMadwig's Ingenium. Denn sonst hat das Studium der grie-chischen und römischen Dichter die grossen Kritiker -immervornehmlich angezogen, und die feinsten Blüthen ihresGeistes hervorgelockt, was für den, der etwas von antikerPoesie versteht, auch garnicht zu verwundern ist.
Wer es nun in der Texteskritik zu einer einheitlichenLeistung gebracht hat, ist gewiss ein systematischer Kopf:denn grade dies ist der schwierigste Theil der formalenPhilologie. Da nun Ritschl ohne Zweifel im Plautus etwasEinheitliches geleistet, trotz aller Fehler und Auslassungen,die eben bei der Grösse und Schwierigkeit der die Krafteines Einzelnen weit übersteigenden Aufgabe nicht zu ver-meiden waren, so war er ein systematischer Kopf, undnicht dem Mangel an diesem, sonderen hauptsächlich demMangel an Zeit, theilweise auch seinem langen Kränkelnund anderen Ursachen, ist es zuzuschreiben, dass er nichteine systematische Grammatik oder Metrik des gesammtenAltlatein hinterlassen hat.
Uebrigens hätte schon die abgerundete", einheitlicheBehandlung litterarhistorischer Probleme, wie sie Ritschl'skleine Schriften zeigen, dem An. klar machen können, dassRitschl wirklich ein systematischer Kopf war.
Bedarf es nach dem Gesagten, Herr College, nocheines Beweises, dass der An. ebensowenig als für die wis-