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Der An. sagt, ich hätte für die Reize von Ritschl'sStil ein trockenes Lob. — Ob der An. im Deutschen sti-listische Leistungen hinter sich hat, weiss ich nicht; dasser im Lateinischen keine hinter sich hat, verbürge ich.Ohne scharfes Denken ist ein Latein, das ein alter Römeranerkennen würde, nicht möglich. Sollte er sich in dieserschwierigen Sprache versucht haben, so hat er es in keinemFall über das gewöhnliche Notenlatein hinausgebracht, dasRitschi ebensosehr als ich perhorrescirte. Ritschi würde— der An. darf davon überzeugt sein — dies trockeneLob von mir höher stellen als das wässrige eines Igno-ranten.
Der An. bezeichnet als oberflächlich im Superlativ dieBemerkungen über die Schriften von den alexandrinischenBibliotheken, über die Abhandlung von der Ordnung derhomerischen Gedichte durch Pisistratus. Ich gedenke desin Rede stehenden Werkes (denn nur ein Werk liegt hiervor) S. 17 sehr anerkennend und im Verhältniss zum Um-fang meiner Schrift sehr ausführlich. Es hätte, um Ritschl'sEigenart zu erkennen, nicht den geringsten Nutzen gewährt,da ich ja über die litterarhistorischen Arbeiten desselbenauf dem Gebiet des Latein und ihre Vorzüge S. 29, 30ein motivirtes Urtheil abgebe, wenn ich a. a. O. mehr ge-sagt hätte als geschehen. Es leuchtet ein, dass man aufdiese Weise jedes kurze Urtheil tadeln kann.
Doch um auf Ritschl's Arbeiten innerhalb der griechi-schen Philologie etwas näher einzugehen, ich hätte viel-leicht, wovon der An. aber nichts sagt, über seine Aeschy-leischen Studien einiges bemerken können. Dass ich michaber überhaupt so kurz gefasst über Ritschi als Graecist,hatte seinen Grund in einer Ansicht, die, wie ich hoffte,