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Friedrich Ritschl : eine wissenschaftliche Biographie
Entstehung
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Ich sage S. 19, dass die Mehrzahl der grossen Kritikersich mit Vorliebe dem Studium des Lateins zugewandt hat.Wenn der An. dies bestreitet, so zeigt er nur seine Unwissen-heit in der Geschichte der klassischen Philologie. Bewei-sen aber kann ich es ihm nicht: es würde einen Raum be-anspruchen, der zu der Veranlassung in keinem Verhältnisssteht. Auch dürfte der An. so ziemlich alle Kritiker, dieich für grosse halte, für kleine ansehen und umge-kehrt.

Dann wird gesagt: der aufschliessende, nicht abschlies-sende, ewig anregende Charakter von Ritschl's Schriftenscheine mir entgangen zu sein. Herr College, lesen sieselbst nach, was ich bei der Darstellung von Ritschl'sPlautinischen Arbeiten und dessen, was sich daran schloss,gesagt habe in diese aber habe ich, wie billig war undausdrücklich von mir gesagt ist, den Schwerpunkt der Dar-stellung von Ritschl's wissenschaftlichen Leistungen concen-trirt, und Sie werden sehen, wie sorgfältig der An. meineSchrift gelesen.

Dass ich nicht soviel auf die Schüler und GegnerRitschl's eingegangen bin, wie der An. nach einer vorher-gehenden Bemerkung wünscht, geschah lediglich, um derSchrift ihren objectiven Charakter zu wahren. Ich habemeine Meinung über Ritschl's Vorzüge und Mängel in Be-zug auf Plautus deutlich genug ausgesprochen. Wer eini-germassen in der neuern Plautinischen Literatur bewandertist, wird leicht merken, welche nach Ritschi aufgetretenePlautiner meinen Beifall haben, und welche nicht. Uebri-gens gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es mir meineübrigen litterarischen Pläne gestatten werden, einmal einausführliches Werk über Plautus zu publiciren.