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logie jene Auswüchse nicht zu tragisch zu nehmen. — Waszunächst die illoyale Polemik gegen andere Gelehrte be-trifft, so kann diese in Wissenschaften, die mehr mit dempraktischen Leben zusammenhängen, für den Betroffenenzuweilen grosse Unannehmlichkeiten haben, Unannehmlich-keiten, die sich in finsteren Jahrhunderten gelegentlich biszu Marterkammer oder Scheiterhaufen steigerten: bei derPhilologie mit ihren, den Interessen und Bestrebungen derGegenwart ziemlich fremden, übjecten kann ein ähnlichesVerfahren schlimmsten Falls bewirken, dass der Gekränkteetwas später Professor wird als er es verdiente. Dies istfür ihn augenblicklich ein Nachtheil: kommt er aber end-lich an's Ziel, so erweist es sich als ein unschätzbarer Vor-theil. Denn er hat inzwischen Zeit gehabt, durch immerweitere und tiefere Studien theils sich vor Einseitigkeit zuschützen, theils eine Fülle nur der Ausarbeitung bedürftigenStoffes zu sammeln, und kann als Professor lange Jahrevon den Errungenschaften früherer Tage zehren. Kommtaber jemand unreif und ohne genügende Vorbereitung in'sAmt, so wird es ihm später sehr schwer werden, das Ver-säumte nachzuholen, und um seine litterarische Reputationeinigermassen zu wahren, wird er oft genöthigt sein, zuden geringfügigsten oder entlegensten Theilen seiner Disci-plin zu flüchten. Abgesehen von der grossen Mühe, welchedas Ausarbeiten vieler und oft ziemlich verschiedenartigerCollegien veranlasst, wird die freie Zeit zumal der Deut-schen Professoren noch stark durch Facultätssitzungen, Exa-mina von Doctoranden und Candidaten des Lehramts,Durchsicht von Dissertationen oder anderen schriftlichenArbeiten in Anspruch genommen, so dass ihnen, wenn nichtdie grossen Ferien wären, die aber doch oft genug zur