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selben Person vereinigt sein, und sind es öfters, aber nichtimmer.
Danach interessiren Leben und Charakter der Philolo-gen neuster Zeit nur ihre Angehörigen und Freunde. Wasaber alle Fachgenossen angeht, sind ihre Werke. DieWerke sind überhaupt, wie man mit Recht gesagt, dieThaten des Gelehrten.
Ein wissenschaftliches Werk aber ist ein Product desIntellects.
Fragen wir nun, was die wissenschaftlichen Leistungeneines Gelehrten mit dem Charakter zu thun haben, so er-giebt sich, dass die Forschung nur ein Gebiet mit der Mo-ralität gemein hat: die freie, unbedingte Wahrheitsliebe.Denn die Aufgabe der Wissenschaft ist das Finden der Wahr-heit, mag diese nun gross oder klein, süss oder bitter sein.
Daraus folgt, dass in der Wissenschaft nichts unmo-ralisch ist, als ein bewusstes Entstellen der Wahrheit.
Dies kann sich entweder in absichtlicher Fälschungdes wissenschaftlichen Thatbestandes zeigen, sowie in be-rechneten Trugschlüssen, nach Art der Sophisten, ohneRücksicht auf andere Gelehrte, oder bei dem Verhältnisszu diesen darin, dass man unbequeme Gegner mit Still-schweigen übergeht oder ihre Werke vorsätzlich niedrigerstellt als sie verdienen und andererseits die Leistungen derFreunde wissentlich über Gebühr erhebt.
Wer wollte nun leugnen, dass all diese Verirrungen inder klassischen Philologie oft vorgekommen ? Sie haben dennauch bei vielen Vertretern der exacten Wissenschaften jeneMissachtung gegen unsere Disciplin erzeugt, die in Wahr-heit nur manchen Philologen gebührte.
Doch thut man gut, grade bei der klassischen Philo-