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garnicht oder nur kurz oder, wie er sich graciös ausdrückt,oberflächlich behandelt habe. Ich werde später zeigen, dassdiese Ausstellungen nur Beweise seiner Unwissenheit oderGedankenlosigkeit sind. Aber gesetzt, er hätte überall Recht,so würde doch diese Art der Kritik die verkehrteste undungerechteste sein, die man sich denken kann. Wenn esschon bedenklich ist, bei bändereichen Werken mehr aufdas einzugehen, was ihnen fehlt, als was sie bieten, da,nach den Worten eines deutschen Dichters, gar vieles jedemAVerke fehlen muss, so ist eine solche Art der Kritik beieiner Schrift wie die meinige einfach unverständig. Wennman es unternimmt, auf siebzig Seiten die beinahe fünfzig-jährige philologische und pädagogische Thätigkeit einesGelehrten wie Ritschi darzustellen, und daran noch zahl-reiche Betrachtungen über Fragen der Philologie und Päda-gogik anzuknüpfen, so leuchtet jedem ein, dass hier vielesübergangen, vieles auch kurz abgefertigt werden musste.Ein begründeter Tadel deshalb würde nur entstehen, wennich irgend etwas wichtiges für die Charakteristik von Ritschl'sgelehrter und lehrhafter Thätigkeit übergangen hätte. Dassdies aber geschehen, hat der An. nicht einmal versucht zubeweisen, geschweige dass es ihm gelungen wäre.
Wie steht es nun mit der Zuverlässigkeit?
Der An. sagt S. 1480 wörtlich: »Was würde Ritschiwohl von dem Verzeichniss der Schriftsteller gehalten haben,welche der Verf. (S. 13) zur Exegese auf der Universitätempfiehlt? Da fehlen z. B. Aristophanes und die griechischenLyriker, da fehlen Catull und Lucrez, selbstverständlichPlautus und Terenz, und was fehlt nicht alles sonst noch!«
Ich bin, obwohl ich nicht Nekromantik studirt habe,in der angenehmen Lage, dem An. antworten zu können.