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Studenten mit dem Zeugniss der Reife zur Ausübung desLehrberufs innerhalb der alten Sprachen nach Russlandentlassen. Leider verminderte die Krankheit, die seit demWinter des Jahres 1875 Ritschi befiel, seine Thätigkeitam Seminar, wie sie ihn auch bei seinen übrigen Vor-lesungen behinderte, und nur zu bald endete sein Toddiese neue Wirksamkeit für immer.
Ferner hat seit dem Jahre 1873 das historisch-philo-logische Institut alljährlich junge Männer nach Deutschlandgeschickt, um sich auf der Leipziger Universität, haupt-sächlich unter der Leitung von Ritschi und Curtius, in denphilologischen Disciplinen weiter zu üben und zu bereichern,und sich so zur Uebernahme einer philologischen Professurin der Heimath vorzubereiten.
Ritschi wandte ihnen, wie überhaupt den klassischenStudien in Russland, stets lebhaftes Interesse zu, empfingsie freundlich und unterstützte sie mit seinem Rath, woimmer sie denselben nachsuchten.
Ich bin am Ende meiner Darstellung angelangt. Pane-gyriken zu schreiben ist nicht meine Art: auch erweistman Todten einen schlechten Dienst, wenn man andersüber sie als mit strengster Wahrhaftigkeit berichtet. Schonwahres Lob findet oft ungläubige Zuhörer, weil, wie Sal-lust vortrefflich bemerkt, ein jeder von fremden Leistungenam liebsten den Theil glaubt, dessen er. auch seine Per-sönlichkeit fähig hält. Und diese Persönlichkeit ist inder Fälle Mehrzahl weder sehr geistreich noch sehr be-deutend. Ist das Lob nun aber hyperbolisch, sei es ausMangel an Kritik, sei es aus persönlichem Interesse, sotritt die Reaction nur desto schneller und bitterer ein.Der bekannte Spruch sde mortuis nil nisi bene« findet