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der metrischen und prosodischen Observanzen, als beider Bearbeitung von Fragmenten, so dass ich diese un-bedingt für die schwierigste Aufgabe des philologischenKritikers halte, welcher nur der gewachsen ist, der längereZeit vollständige Werke des Alterthums mit Erfolg be-handelt hat. Dass sie ihre kritische Thätigkeit mit derRecension von Fragmenten begonnen haben, ist beieinzelnen Schülern Ritschl's von bedeutsamen, keineswegserfreulichen Folgen gewesen.
Ich gehe jetzt zu einer Exposition über, die zwarauch auf manche Schüler Ritschl's Bezug nimmt, aber eineganz allgemeine, so zu sagen von Zeit und Raum abge-löste Bedeutung hat.
Wie ein Römer vor Cicero sagte, er habe manchenBeredten, aber keinen Redner gesehen, so kann man be-haupten, dass jedes Zeitalter, welches die Studien derformalen Philologie pflegt, ziemlich viele glückliche Con-jectoren, aber sehr wenige Kritiker erzeugt. Woherkommt dies? Aus dem einfachen Grunde, dass es un-vergleichlich schwerer ist, ein literarisches Product, undwäre es klein und geringfügig, in mustergiltiger Gestaltherauszugeben, als für irgend einen beliebigen Text eineAnzahl guter, selbst vorzüglicher Besserungen zu finden.Wer dies vermag, hat eine kritische Ader, aber er istnoch lange kein Kritiker. Nur wer einheitliche, künst-lerisch abgerundete Leistungen auf dem Gebiete derKritik hinter sich hat, kann auf diesen Ehrentitel An-spruch machen. Solche aber sind nur dann vorhanden,wenn wir das, mitunter vielleicht nur in Trümmern vor-liegende, in allen Fällen entstellte Werk eines Autors mitgleichmässiger Berücksichtigung aller hinsichtlich der ur-