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des Latein meist sich treuer im codex vetus als in demviel älteren Mailänder Palimpsest erhalten haben).
Viel Beifall, aber auch viel Widerspruch hat dievon Ritschi in den geistvollen „Plautinischen Excursen"(Leipzig 1869) versuchte Wiedereinführung des s. g.paragogischen „d" als Zeichen des ablativus singularis,der Adverbien und Präpositionen auf a, o, u, e und derImperative auf o erfahren. Ich gestehe, dass ich michgegen diese Ansicht, so bestechend sie ist, sceptisch ver-halte, da das schnelle Verschwinden des auslautenden daus der Litteratur und den Inschriften durch phonetischeGründe, sowie das Bestreben, das Latein dem verwandtenGriechisch thunlichst zu assimiliren sich so leicht undgefällig erklären lässt. Der confusen Annahme eines Ritsche-lianers von einem schriftlich verschwundenen, aber phone-tisch nachwirkenden ,,d" will ich ganz geschweigen. Frei-lich erledigen sich unbestreitbar durch Einführung des„d paragogicum" sowie durch Wiederbelebung der altenNominativendung der zweiten Declination auf is, (diejedenfalls aus inschriftlichen Zeugnissen weit grössereProbabilität für Plautus gewinnt), durch Herstellung desGenetivs und sogar Nominativs auf as in der ersten unddurch andere Mittel eine Menge metrischer Schwierig-keiten im Plautus, zumal viele Hiatus; aber eben so sicherist es, dass die zahllosen und argen Verderbnisse desPlautinischen Textes gar manchen Versuchen der Emen-dation einen scheinbaren Halt gewähren, die bei ge-nauerer Prüfung sich als unwahrscheinlich oder doch sehrproblematisch erweisen. Natürlich gilt dies ebenso fürHypothesen, die sich ausschliesslich auf die handschrift-liche Ueberlieferung stützen (welche übrigens beiläufig