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Dass ferner Ritschi die lateinischen Grammatiker,Metriker und Scholiasten gebührend in Betracht zog undsehr häufig durch neue und feine Beobachtungen erläuterteund verwerthete, bedarf kaum der Erwähnung.
Auf Ritschl's Anregung hat einer seiner vortrefflichstenSchüler eine, jetzt beinahe abgeschlossene, Ausgabe derlateinischen Grammatiker und Metriker, die in letzterInstanz auf die Studien der Gelehrten des i. Jahrhundertsvor Christus, und noch mehr des folgenden Jahrhundertszurückgehen, unternommen, welche, wenn sie auch inHinsicht der Kritik, die zu conservativ ist, manches zuwünschen lässt, durch die Fülle des kritischen Apparats,die Sorgfalt, den Fleiss und den Scharfsinn des Verfassersder Wissenschaft einen sehr grossen Dienst geleistet, unddie Ausgabe von Putschius völlig antiquirt hat.
Einer so vielseitigen Quellenkunde entsprachen diegewonnenen Resultate, die theilweise der glänzendstenArt waren.
So ist z. B. die Beobachtung über die ursprünglicheund bei Plautus noch vorhandene Länge verschiedenerEndsilben, die bei Ennius und den Daktylikern immerverkürzt werden, nachträglich durch die Resultate dersprachvergleichenden Grammatik bestätigt worden. Nurhätte man bei diesen Untersuchungen Ritschl's, wie bei an-dern, zuweilen strengere Scheidung der Zeiten und der Au-toren, besonders der Sceniker und Daktyliker wünschenkönnen (vgl. d. r. m. 324 fgd.). Auch Ritschl's Forschungenüber den Vocalismus des alten Latein sind wohl allgemein reci-pirt. Vortrefflich ist von ihm in den epigraphischen Briefenund sonst, mit stetem Hinweis auf die Inschriften, darge-legt, wie ohne die Bemühungen der Scenike'r seit Livius