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Friedrich Ritschl : eine wissenschaftliche Biographie
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werden, dass Ritschi durch vielfache Thätigkeit, vornehm-lich aber durch die aufopfernde Theilnahme, die er denArbeiten seiner Schüler bewies, mehrfach gehindert ist,projektirte Arbeiten zum Abschluss zu bringen. Es wärevon grossem Werthe gewesen, wenn wir aus seinen Händeneine Ausgabe sämmtlicher Stücke des Plautus empfan-gen hätten. Schon in Bonn rieth ich ihm deshalb einmal,als er mich um meine Ansicht fragte, nicht zu einer neuenAusgabe der von ihm schon bearbeiteten PlautinischenStücke, deren Exemplare vergriffen waren, zuschreiten, über-haupt alle übrigen Arbeiten und Entwürfe der Vollendungseines Plautus nachzusetzen. Die gelehrte Welt hat Grund eszu bedauern, dass er diesem Rathe nicht gefolgt ist.Uebrigens, bin ich der Meinung, wäre es praktischer ge-wesen, wenn Ritschi die Bearbeitung des Terenz, der insprachlicher und metrischer Beziehung weit leichter ist alsPlautus, dessen .handschriftliche Ueberlieferung reicher undcorrecter ist als die des Plautus, der endlich weit wenigerUmfang hat, der Herausgabe des Plautus vorangeschickthätte. Ich halte dies aufrecht trotz der BemerkungenRitschis S. 118 der proleg. Trinummi.

Eröffnet wurde die Ausgabe des ersten Stückes, desTrinummus, durch ausführliche Prolegomena, in denenüber die kritischen, grammatischen, metrischen Principiender neuen Ausgabe gehandelt ist. Durch diese Einleitungzeigte sich Ritschi als den würdigen Nachfolger GottfriedHermann's, dem er die Ausgabe des Trinummus gewidmethat, und Richard Bentley's.

Da der Schwerpunkt von Ritschis Studien im Plautusliegt, und sein Name für alle Zeiten mit diesem Autoreng verbunden ist, theils durch seine Leistungen, theils