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lesen hat, wird man Ritschi unmöglich zum Vorwurf machenkönnen.
Es galt aber auch, über die diplomatische Ueber-lieferung des Plautus in den zahlreichen Ausgaben seitdem 15. Jahrh., über die handschriftlichen Hülfsmittelund die sonstigen Referenzen und Differenzen der UrheberLicht zu verbreiten, eine ebenso dankenswerthe und not-wendige als dornige und langweilige Aufgabe. Auchdieser hat Ritschi mit gleichem Geschick entsprochen.Bei einer Beurtheilung früherer Gelehrten möchte manmehr Anerkennung Bothes wünschen, welchen viel ver-kannten lediglich sein trauriges Schicksal verhindert hat,Epochemachendes in der Kritik zu leisten — denn auchdie grösste Kraft geht zu Grunde, wenn sie genöthigt istvom Bücherschreiben zu leben, zumal in der Philologie —,ebenso hätte Weise, wie schon Hr. Spengel bemerkt, eineetwas mildere' Kritik verdient, obwohl ich begreiflicher-weise am wenigsten seinen metrischen Phantasmen dasWort rede.
Unterstützt durch reiche Collationen verfolgte Ritschimit stets zunehmenden Eifer seine Plautinischen Studien.Das Resultat derselben waren zunächst eine Menge Ab-handlungen grammatischen, kritischen, litterarhistorischenInhalts, die er seit 1837 in Programmen und Zeitschriftenveröffentlicht hat, und die zum grössten Theil gesammeltin den Parerga Plautina und dem 2. Bande der OpusculaPhilologica vorliegen, ferner die grosse Ausgabe des Plautusdie seit dem Jahre 1849 erschienen ist, aber leider nurdie kleinere Hälfte des Plautinischen Komödie umfasst,nämlich neun von zwanzig.
Ueberhaupt muss bei dieser Gelegenheit beklagt