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an dem Studium der archaischen Literatur der Römerregen Antheil genommen. Es hatte nicht nur aus seinenBibliotheken die vortrefflichsten Handschriften für denwichtigsten Autor der vorklassischen Zeit, Plautus, ge-liefert, sondern auch Gelehrte hervorgebracht, deren Ver-dienste um Plautus noch heute mit Achtung genanntwerden. Seit den Zeiten des dreissigjährigen Kriegesjedoch war auf diesem Gebiet der Wissenschaft Erschlaf-fung eingetreten, die bis gegen das Ende des 18. Jahr-hunderts dauerte. Erst damals begannen neue und er-folgreiche Studien im Plautus. Man sieht, das Wieder-erwachen der altlateinischen Sprachforschung fällt zusam-men mit dem Aufschwung der klassischen Philologie, dendiese seit F. A. Wolf nahm.
Wie die Studien der holländischen Graecisten seitHemsterhuis,*) sind die der deutschen Latinisten seit Reizund Hermann ausgegangen von der Bewunderung undNacheiferung Bentleys. — Deutschland war durch dendreissigjährigen Krieg wie materiell so intellectuell herab-gekommen. Seit jener Zeit vornehmlich datiren in derdeutschen Philologie, natürlich immer mit rühmlichen,nur vereinzelten, Ausnahmen jene wüsten Compilationenohne Geist und Geschmack, ohne Verständniss von Gram-matik und Metrik, aber desto reichlicher versehen mitunfruchtbarer Gelehrsamkeit und gedankenlosen Citaten,Produkte, die der deutschen Wissenschaft bis zur Stundeviel geschadet haben, wie denn bekanntlich noch in unsererZeit der erste Graecist dieses Jahrhunderts, Cobet, dieDeutschen doctiores quam saniores genannt hat.
*) Gesch. der kl. Philol. in den Niederl. S. 69—71.