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letztgenannten hätten vielleicht eher als Surrogat dienenkönnen, wenn sie nicht für das jugendliche Alter zuschwierig oder zu trocken wären, einseitiger Verstandes-bildung dienten, endlich ganz des idealen, zumal ethischenFonds entbehrten, der für die Jugend unerlässlich ist.Hiermit ist natürlich keineswegs gesagt, dass die exaktenWissenschaften, wenn sie einem gereifteren Auditoriumvorgetragen werden, der Unsittlichkeit oder dem Nihi-lismus Vorschub leisten.
Wenn also der Schwerpunkt der Lehrthätigkeit inner-halb der Gymnasien in der möglichst gründlichen Er-fassung und Durchdringung der klassischen Sprachen, indem möglichst genauen Verständniss der formalen Kunstder vorzüglichsten Autoren des Alterthums beruht, so istersichtlich die Hauptaufgabe der Universitäten die tüchtigeformale Durchbildung der philologischen Studenten.
Fragt man nun, welche Lectionen hauptsächlich zudiesem Zweck dienlich sind, so ergiebt sich als noth-wendigstes Bedürfniss griechische und römische Literatur-geschichte, da diese dem Studenten Gebiete eröffnet,Gesichtspunkte erschliesst, Ideen anregt, die er durchdie propädeutische Bildung der Gymnasien unmöglich ge-winnen konnte.. Dann kommen Grammatik und Metrik.Von den Autoren werden zumeist diejenigen sich zurExegese eignen, welche für die Bedürfnisse der Schuleam wichtigsten sind, zumal dieselben grösstentheils durchformalen und sachlichen Werth eine hervorragende Stel-lung einnehmen, auch sich an die meisten eine solcheMenge, theilweise noch ungelöster, wissenschaftlicher Pro-bleme knüpft, dass sie auch zur Erschliessung wissen-schaftlicher Methode die erspriesslichsten Dienste leisten.