50 Gestüt der ivilden Pferde.
geplant, zu seiner Unterhaltung dort eine Pferdejagd zuveranstalten und umfassende Vorbereitungen dazu ge-troffen. Die Maires von Eckamp, Ratingen, Angermundund Kaiserswerth waren angewiesen worden, für gründ-liche Instandsetzung der Wege nach dem Waldfrieden zusorgen. Beim Gestüt wurden zwei Zelte errichtet, wovondas für den Kaiser bestimmte mit Madras-Seide bedecktwar; für den Hengst Herseck, den der Kaiser bei derJagd reiten sollte, wurde goldnes Geschirr angeschafft.*)Aber diese Pferdejagden kosteten viel Zeit, und eben des-halb musste der Kaiser sich diesen Abstecher versagen. Soliess er die Frage, ob das Gestüt aufzugeben sei odernicht, vorläufig noch unentschieden.**)
*) lieber letzteres vgl. Ferber, das Gestüt der wilden Pferdeim Duisburger Walde. (Jahrbuch VI des Düsseldorfer Geschiehts-Vereins. S. 101J
**) Es ist wieder einer von Beugnots Gedächtnissfehlern, dasser angibt, Napoleon wäre am 5. November früh 6 Uhr nach Duis-burg abgereist und sei dort ein Stück in den Wald geritten, umdie Pferde zu sehen, wegen der Ausdehnung des Waldes aberwieder umgekehrt und nach Cöln weitergereist.