46 Gewerbeausstellung.
Elberfeld, Barmen, Solingen, Lennep, Remscheid, Iser-lohn, Hagen, Altena u. s. w. (12 Mitglieder sollten essein) den Kaiser der Industrie des Grossherzogthumsgeneigt machen. Der Minister erklärte sich jedoch gegendiesen Plan; eine Deputation könne nur von einemCorps Constitue ausgehen, an dessen Stelle man dasWort führe; der Handel aber bilde kein solches. Erversprach jedoch seine Unterstützung, falls die Handels-kammern als solche dem Kaiser vorgestellt werdenwollten, um ihm ihre Wünsche auszusprechen.
Daraufhin legte Siebel (am 31. Oct.) ein Verzeichnissderjenigen Kaufleute*) vor, welche dem Kaiser die Hul-digung des Commerzes des Grossherzogthums zu Füssenlegen wollten. Nesselrode versprach, sich verwenden zuwollen für eine Audienz dieser Herren beim Kaiser undHess ihnen die Weisung zukommen, für den günstigen Fallbereit zu sein.
Die Stadt Elberfeld Hess sich jedoch nicht nur■durch Siebel und Feldhoff in Düsseldorf vertreten, son-dern sandte eine kleine Deputation dahin. Ausser dengenannten waren der Maire Abraham Trost und dieHerren Joh. Luttringhausen und Peter Schlickum daranbetheiligt.
Diese Elberfelder Deputation hatte bereits am Abenddes 2. .November die Ehre gehabt, dem Kaiser vorge-stellt zu werden. Es hiess, den Elberfeldern (Feldhoff,Siebel u. a.) solle noch eine Privat-Audienz bewilligtwerden. Dazu war es jedoch nicht gekommen. Somussten denn die Kaufleute von dem Eindruck ihrerAusstellung auf den Kaiser alles erwarten.**)
Bereits in den letzten Tagen des October war die-selbe fertig geworden und muss wohl für jene mit Aus-stellungen noch wenig gesegnete Zeit nach allem, waswir darüber wissen, viel Anziehendes geboten haben.Da gab es Eisen- und Stahlwaaren, Draht-, Strick- undNähnadeln aus Solingen und Remscheid, und aus dem
*) Es waren folgende :
F. W. Carstanjen und P. Schoeller von Düsseldorf;
G. Siebel und F. Feldhoff von Elberfeld;W. Lange von Barmen;
P. C. Moll von Lennep;
Hurxthal von Eemscheid;
P. Weyersberg von Solingen;
Scheibler von Iserlohn;
J. C. Kumpe von Altena.
**) Dem Kaiser bei dieser Gelegenheit Petitionen zu über-geben, hielt Siebel für überflüssig, da schon alle Denkschriften inseinen Händen seien.