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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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30 Vorstellungscour und Sitzungen.

Rechnungen genau gebucht ist; umsonst nenne ichdas ehrenwerthe Haus, das in Frankreich mit diesemGeschäft betraut ist; ich mag erklären, dass es galt,diese lange bestehende Einrichtung entweder zu be-seitigen, oder beizubehalten, und dass ersteres zwischendem Fürsten und Volk ein Band des Vertrauens zerrissenhaben würde, und eine Gewohnheit beseitigt, die sichals nothwendig herausgestellt hatte der Kaiser wurdeimmer heftiger, warf mir beständig vor, dass ich mirerlaubte, immer offene Anleihen im Grossherzogthum zuhaben und dass ich deswegen so auf Credit erpichtwäre. Er wolle dieser Casse auf den Grund sehen. Ichbat nun, eine Untersuchung anzuordnen, und zwar sofort,ehe ich das Conseil verliesse. Diese letzten Worte sagteich in einem sehr bewegten Tone, und die Anwesendenwollen bemerkt haben, dass ich Thränen dabei ver-gossen hätte.

Nun fragte der Kaiser den Minister des Innern, waser über diese Casse zu sagen wisse. Nesselrode ant-wortete, er könne dem nichts hinzufügen, was der Finanz-minister gesagt habe, nur möchte er wiederholen, dassdie Beseitigung dieser Einrichtung eine schlechte Wir-kung im Lande haben würde. Roederer setzt ängstlichhinzu, vielleicht hätte man sich in Verlegenheit befunden,die Mündelgelder anzulegen. Die Heftigkeit des Kaisersentlud sich nun in einer animirten Rede über die Ge-fahren des Credits, für die man so dem jungen Gross-herzog die Wege bahne; bei seiner Ankunft werde ereine Maschine finden, ganz dazu geschaffen, sich desVermögens seiner Unterthanen zu bemächtigen. Erwerde mit beiden Händen zugreifen, nehmen, so viel erkönne, und Gott weiss was mit dem Gelde anfangen.Hierbei kam er auf die törichte Verschwendung derdeutschen Fürsten zu reden und gedachte einer Jagd,die man ihm im Königreich Württemberg gegeben hatte; essei weiter nichts als eine unappetitliche Metzelei gewesen,die ich weiss nicht wie viel Francs gekostet hätte."

Beugnot hoffte nun schon, der Kaiser würde durchsolche Erzählungen sich etwas besänftigen, musste abermit Schrecken öehen, dass er wieder bei einem anderndelicaten Punkte stehen blieb. Es handelte sich um dieVertheilungsordonnanzen, durch die der Kaiser für dasgerade Erforderliche die Auszahlung des Geldes aus demSchatz bewilligte. Beugnot hatte mehrmals lange aufden Zahlungsbefehl, der eigentlich jeden Monat erfolgte,warten müssen und in dringlichen Fällen dann auf eigneVerantwortung dem Schatz Geld entnommen, was der