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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
Entstehung
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2\> Ankunft des Herrscherpaares im Grossherzogthum.

(Maret) war schon ein paar Tage in Düsseldorf anwesend,wahrscheinlich um noch die letzten Anordnungen für denEmpfang zu treffen. Gewiss war der Fremdenzufluss einbedeutender in diesen Tagen geworden. Man denke nuran die vielen Beamten, die herbeieilten, um dem Monarchenvorgestellt zu werden, an die Adligen vom Lande unddie Abordnung der Kaufleute aus Elberfeld und Barmen.*)

Am Vormittag des 2. November, um 10 Uhr, ver-sammelten sich auf Einladung des General-SekretärsJansen ein Vertretung Borckes) die Unterpräfekten, Präfek-tur-, Departements- und Arrondissementsräthe im Präfek-turhause, um sich von da nach demLuftballon" zuverfügen. Dies Haus, am Ende der Kaiserstrasse gelegen,**)befand sich auf der Grenze des städtischen Gebiets nachNorden hin. Hier vereinigten sich alle Autoritätendes Grossherzogthums, um den Kaiser zu empfangen.Ausser den genannten Corporationen fanden sich hier eindie Minister Roederer und Nesselrode, die Präfekten derübrigen Departements, ***) die Mitglieder des Staatsraths,des Hofrathes, der Rechnungskammer, des Appellations-hofs, der Maire mit den Beigeordneten!) und dem Munici-palrath, die Deputirten der Kaufmannschaft sowie dieGeistlichkeit. Natürlich kam auch die ganze Escortewieder in Verwendung, deren wir bei Ankunft der Kaise-rin gedacht haben.

Um 11 Uhr wie erwartet nahte sich der kaiserlicheZug auf der Strasse von Kaiserswerth und hielt beimLuftballon. Glockengeläute und Kanonendonner ver-kündete den Bürgern, dass der Erwartete erschienen sei,und dass mit diesem Augenblick Düsseldorf für ein paarTage der Ausgangspunkt der Kaiserlichen Befehle fürdas weite napoleonische Reich geworden war.

Der Maire, Freiherr von Pfeill, trat an den Wagendes Kaisers und hielt vor Ueberreichung der Stadtschlüsseleine Ansprache, die in deutscher Uebertragung folgender-raassen lauten würde:Majestät! Die Hauptstadt IhresGrossherzogthums Berg kann nicht wetteifern mit dengrossen Städten Frankreichs an Glanz und Pracht inihren Huldigungen, um deren Annahme sie Ew. Majestätbeim Eintritt in ihre Mauern bittet; aber die Einwohnerhegen die gleiche Ehrfurcht, Liebe und Dankbarkeit wie

b

*) Der Westphälische Monite.ur schrieb:Die Stadt ist mit In-und Ausländern angefüllt, welche uns um unser Glück beneiden."

**) Noch heute befindet sich daselbst eine GastwirthschaftzumLuftballon".

***) Freih. v. Bomberg (Ruhr), Schmitz (Sieg).

f) Beigeordnete waren damals: Schnabel, Sybenius, Masset.