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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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8 Empfangsvorbereitungen in Stadt und Land.

Wie für diesen Triumphbogen, so war auch für dieHerstellung der Gallerie-Säle im alten Schlosseschon im Vorjahre gesorgt worden. Es wurde schonerwähnt, wie sehr sie im Jahre 1794 gelitten hatten;sie verlangten demnach eine umfassende Herstellung.Graf Beugnot hatte hierfür mit dem Architekten v. Vage-des die Pläne entworfen, denen zufolge drei Säle einergründlichen Reparatur unterzogen wurden. Die MalerPetersen und Pose übernahmen die Ausmalung derdrei Säle und die Marmorirung des Treppenraumes. Dienoch vorhandenen Entwürfe zur Decorirung der Wändesind vornehm und geschmackvoll. Der Entree-Saalstellte eine Orangerie -Halle vor, von der aus durch dieoffenen Bögen sich Gartenansichten präsentirten. DieArchitektur war im italienischen Styl und befand sichin Uebereinstimmung mit der bereits gemalten Decke.Der Grund sollte silberfarbig grauer Marmor werden,die Verzierungen golden.

Der Durchgangs-Saal erhielt dem Plane nachorangefarbenen Grund, über demselben einen grünen Friesund dunkelrothe Felder mit Arabesken, unter denen einBand für die Anbringung der Lichter herlief. Unterdiesem Bande sollte sich ringsherum eine etrurische Ver-zierung von Akanthoskanten und -Blumen hinziehen.

Im Tanz-Saal wurden Eichenfestons und andereVerzierungen gemalt, ringsherum lief eine gelbe Draperieund grosse Spiegel vollendeten die Decoration. Ausserdemwar ein Thron von rothem Sammet errichtet worden.

Wie die vorhandenen Rechnungen ausweisen, bliebdie Ausführung der erstgenannten Säle hinter dem Planezurück.

Im Ganzen beliefen sich die Kosten auf 3049.25Francs. *)

Beugnot liess es sich überhaupt angelegen sein, diestaatlichen Gebäude wohnlicher und vornehmer zu ma-chen. Er klagt einmal in einem Bericht an Roedererdarüber, in welcher Nacktheit er die Düsseldorfer Häuseranfangs (1808) gefunden habe. Das jetzige Regierungs-Präsidial-Gebäude, die damals sogenannteResidenz", warBeugnot's Wohnung. Sie genügte nach seiner Meinungnicht einmal den bescheidnen Ansprüchen einer bürger-lichen Wohnung. Ueberall seien Oefen gewesen, die denKopf erhitzten, ohne wirklich das Zimmer zu wärmen,Fensterscheiben, die kaum das Licht durchliessen, grosse

*) Vage des schlug vor, zur Deckung der Kosten die Sälezu den WiuterbHllen, Concerten etc. zu vermieten.