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gegessen; auf dem Sonnenstein gab er seine Karte ab. Ob er auchzu Mölln Eulenspiegels Grab besuchte, kann ich nicht behaupten.Was ich aber ganz bestimmt weiss, das ist: es giebt jetzt in derganzen Welt keine drei Dichter, die so viel Phantasie, Ideenreichtumund Genialität besitzen wie Edgar Quinet.
Ich konstatiere mit besonderer Vorliebe die kleinsten Umstände,welche von der Sympathie zeugen, die ich in betreff Deutschlandsbei den französischen Staatsmännern finde. Dass wir dergleichen beiGuizot antreffen, ist leicht erklärlich, da seine Anschauungsweise derunsrigen verwandt ist und er die Bedürfnisse und das gute Rechtdes deutschen Volks sehr gründlich begreift. Dieses Verständnisversöhnt ihn vielleicht auch mit unsern beiläufigen Verkehrtheiten:die Worte „tout comprendre, c'est tout pardonner" las ich dieserTage auf dem Petschaft einer schönen Dame. Guizot mag immerhin,wie man behauptet, von puritanischem Charakter sein, aber er be-greift auch Andersfühlende und Andersdenkende. Sein Geist istauch nicht poesiefeindlich eng und dumpf: dieser Puritaner war es,welcher den Franzosen eine Übersetzung des Shakespeare gab undals ich vor mehreren Jahren über den britischen Dichterkönig schrieb(B. V. p. 484) wusste ich den Zauber seiner phantastischen Komödiennicht besser zu erörtern, als indem ich den Kommentar jenes Puri-taners, des Stutzkopfs Guizot, wörtlich mitteilte.
Sonderbar! Das kriegerische Ministerium vom 1. März (nämlichdes Thiers vom 1. März bis 29. Oktober 1840), das jenseits desRheines so verschrieen ward, bestand zum grössten Teil aus Männern,welche Deutschland mit dem treuesten Eifer verehrten und liebten.Neben jenem Victor Cousin, welcher begriffen, dass bei ImanuelKant die beste Kritik der reinen Vernunft und bei Marquis die besteChokolate zu finden, sass damals im Ministerrate Herr v. Remusat,der ebenfalls dem deutschen Genius huldigte und ihm ein besonderesStudium widmete. Schon in seiner Jugend übersetzte er mehreredeutsche dramatische Dichtungen, die er im „Theätre etranger" ab-drucken liess. Dieser Mann ist ebenso geistreich wie ehrlich, erkennt die Gipfel und die Tiefen des deutschen Volks und ich binüberzeugt, er hat von dessen Herrlichkeit einen höheren Begriff alssämtliche Komponisten des Beckerschen Lieds, wo nicht gar als dergrosse Niklas Becker selbst.