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weitere bemerkenswerte italienische Werke einschließen, die vonCean einem anderen Brüderpaare, Fabrizio Castello undNicolaus Granello, zugesprochen werden. In Gemeinschaftmit ihrem Landsmanne Francesco da Urbino arbeiteten sieim letzten Drittel des Jahrhunderts im Escorial, während ihrVater, Gianbattista Castello, il Bergamasco, mitBecerra im Madrider Schlosse malte und zu seiner Hilfe ausGenua den Giovanni Maria und Francesco Urbino herbei-holte, sowie für die Stucco-Arbeiten den Pietro Milanesi undden Vergolder Francesco de Viana. Wie man sieht, einekleine Colonie italienischer Künstler zweiten und dritten Ranges,von deren Wirken und Können, außer dem Riesenbau von SanLorenzo, Madrid, Aranjuez, das Burgschloss von Segovia, dasvon Toledo, das Jagdschloss Pardo und die Alhambra Zeugnisablegen; — und zwar innerhalb eines Zeitraumes von 50 Jahren,da Giulio und Alessandro 1530 in ihrer Heimat endeten,während il Bergamasco 156g im Madrider Schlosse starb,Fabrizio und Urbino aber noch 1576 den Pinsel im Escorialführten, wo ihre gleichfalls italienischen Nachfolger bis 1584 amWerke blieben (Cean II. 228).
Mit ihnen am Platze waren noch Antonio und V i n c e n z oCampo, Luca Cambiaso, Pellegrino Tibaldi, Patriziound Eugenio Caxesi, Bartol. und Vincenzo Carducci,zum Theile noch während der Regierung Philipps III. Unter dreiHerrschern somit drei Generationen italienischer Künstler. Umdie ermüdende Aufzählung abzubrechen, frage ich nur noch, obdie spanischen Nacheiferer italienischer Größen — Juan Fer-nandez Navarrete, der sich an Tizian anlehnende verkannteStumme von Pamplona (1526—1579), den Lope deVega soverständnisvoll gefeiert hat, und Juan de Juanes, Macip(1507—1579), das Haupt der Valencianer Schule, ein entschiedenerRaphaelit, für Ho 11 an da wirklich Unbekannte waren, oder derErwähnung unwert ?
Eine niederländische Strömung hatte sich jedoch, besondersim Mittelreiche, im 14. und 15. Jahrhunderte geltend gemacht,und war zu Beginn des 16. noch erkennbar. Wohlerhalten siehtman in der Santiago-Kapelle der Kathedrale von Toledo 14 Tafel-gemälde auf Goldgrund, zu Seiten eines Reiterstandbildes desApostels, mit Scenen aus der Passionsgeschichte und dem Heiligen-