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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
Entstehung
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skizze entwarf, tauschte Briefe mit Polizian, bestellte kostbare Minia-turen in Florenz und beschäftigte jahrelang Andrea Sansovinomit Bildwerken und Bauten. Oder des Königs großgesinnteGemahlin Eleonore (f 1525), die Gründerin des Klosters Madrede Deus, eine eifrige Förderin des Buchdrucks, des Dramas,sowie der Armenpflege. Oder ihr Bruder Emanuel, der Glück-liche, der mit den Schätzen der Neuen Welt sein ganzes Reich

steht der Ausspruch über Maximilian, den Hollanda zu verwerten natürlich nichtunterlassen hat (Des. f. 46 v.). — Die »traditionelle« Behauptung, Garcia sei derSchöpfer der herrlichen Torre de Belem, beruht ausschließlich auf, meiner Ansichtnach, schiefer Auslegung einer Stelle des genannten Werkes. Im 181. Capitel

i wird erzählt, wie Johann II. zum Schutz des Lissaboner Hafens den befestigten,mit Gräben umgebenen Thurm von Cascaes, und Belem gegenüber, den Caparica-

1 Thurm mit Bollwerken anlegen ließ. Hollanda bezeichnet diesen als »altenThurm« (a torre velha Fabr. f. 12). »Und er hatte ferner die Her-

I Stellung einer starken Festung angeordnet; da, wo jetzt derschöne Thurm von Belem steht (welchen König Emanuel, seligenAngedenkens, errichten ließ), damit die Festung auf der einenSeite und der Thurm auf der anderen die Einfahrt in den Flussbehinderte.« Dann fährt er fort: »Welche Festung ich auf seinGeheiß zeichnete (debuxey), seinem Willen gemäß....., aber weil

' der König gleich darauf starb, war keine Zeit, sie auszuführen.«

Ich meine, die Festung auf der einen Seite, welche Resende zeichnete, sei die'i bloß geplante; der Thurm auf der anderen der schon vorhandene von Caparica. Von

der Torre de Belem spricht er später noch in seiner Reimchronik (Miscellanea),a als von einer Schöpfung Emanuels, abermals ohne die Erfindung für sich in

Anspruch zu nehmen: Vimos-lhe fazer Belem — Com a gram torre no mar — As'• casas do almazem — Com armaria sem par — Fez soo el rei que Deus tem.

Strophe 481. — Damit wäre außerhalb Portugals die Frage entschieden. Hiern aber nimmt man das nicht so genau und hält an Traditionen fester, weil diea geschichtliche Überlieferung gar zu lückenhaft ist. — Wie macht übrigens die:i Kritik sich einen Reim daraus, dass unwiderleglich bewusste Au-

II lehnung an Indisches aus dem Thurme spricht (Haupt L, 12 und 106), zun welchem, nach eben dieser Kritik, Resende die Pläne bei Lebzeiten Johanns II.it lieferte? d. h. mindestens ein Lustrum, bevor Vasco da Gama von seiner.; ersten Fahrt heimkehrte, von der er sicherlich keinen einzigen künstlerischen:r Gedanken mitbrachte ? Ihr kommt mein Einspruch gegen Resendes Urheberschaftic wahrscheinlich sehr gelegen. Die »indischen« Kuppelthürmchen mit ihren eiu-

; geschnürten Dächern (cupulas de meia-laranja em gomos) wiederholen sichübrigens in dem palastartigen Landsitze der Albuquerques. (Quinta da Bacalhoa.)n Neueste Entdeckung aber ist, dass wir eben in diesen, »indische«« Vorbilder nach-li ahmenden Thürmchen jene Ecktliürme besitzen, mit denen Sansovino in Portugal[j sein architektonisches Hauptwerk versah! — S. Beil. IV. und V.