Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
124
Einzelbild herunterladen
 

Münz=Rechnung.den Benennungen Gold=, Silber= und Kupfer=Münzergemäß, geprägt seyn sollen.Der durch den Stempel des Landesherrn der Münzezufgeprägte Werth, wird der äussere Werth,Zahlwerth, genannt. z. B. Eine mit der Benen,nung Groschen gestempelte Münze soll dem 16ten Theileines Guldens gleich gerechnet werden, wenn gleich 16solcher Groschenstücke noch nicht so viel feines Silberenthalten, als in einem Guldenstücke vorhanden ist.Münzfuß heißt, die vorgeschriebene Ordnung, wieeine jede Münze in Schrot und Korn beſchaffen undwie hoch das feine Gold und Silber ausgemünzt seynsoll. Der Münzfuß heißt ein schwerer, wenn dieMünzen nach demselben in einem feinern Gehalte ge-prägt werden, der im Gegensatz von jenem eine leich-terer Fuß genannt wird. Ein höherer Münzfußheißt aber derjenige, nach welchem die feine Mark zueinem höhern Geldpreise ausgebracht wird, im Gegen-theil ein niedrigerer. So ist z. B. der 20 Gul-den Fuß höher, als der 18 Gulden Fuß; aber letzterer ist schwerer als der erstere. Die Guldennach dem niedrigen (18 Fl. Fuß) sind reicher undund ſchwerer an Silber, als die nach dem hoͤhernMünzfuße. Dem nach diesem letztern werden mehrStücke aus einer feinen Mark geprägt, als nach demniedrigen Fuße.Der Sprachgebrauch scheint hier freylich nicht über-ein zu stimmen; denn da man bey dieser Art sich aus-zudrücken, denjenigen Münzfuße die größte Schwerezuſchreibt, deſſen Gulden am meiſten an feinen Silberwiegen; ſo ſollte es ja auch wohl in jenem Ausdrücken,hoch