Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
125
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Münz=Rechnung.125hoch und niedrig, gerade von demjenigen Münz-fuße, dessen Gulden das meiste seine Silber enthalten,ebenfalls heißen, daß er den andern an Höhe über-treffe. Indessen muß man, dem angenommenen Sprach-gebrauche zu Folge, einem Münzfuß für desto höherund leichter achten, je höher die Zahl der Gulden,Thaler u. d. gl. hinaufsteigt, die aus einer feinenMark geprägt werden, und dagegen für desto niedri-ger und schwerer, je kleiner diese Zahl ist; und jemehr deshalb der einzelne dadurch bestimmte Guldenan feinem Silber enthält.Eine jede Münze ist ein Werk der Kunst, welchenicht ohne Kosten verfertigt werden kann. Diese Kostensucht der Staat wieder zu gewinnen, indem er derMünze einen höhern Werth setzt, als für welches dasrohe Silber oder Gold angeschaft werden kann. DerUeberschuß des einen Preises über den andern wird derSchlagschatz genannt.Der Schlagschatz ist daher der Ueberschuß desZahlwerths der Münze über den in eben diesem Zahl-werth berechneten Preis der dazu angewandten Mate-tialien. So hatte z. B. in Frankreich (ehemals) diekönigliche Münze allein den Kauf des rohen Goldesund Silbers. Sie kaufte das rohe Gold, und bezahltedie Mark fein im Golde mit 720 Liverpool 9 Sous 1. De-nier, und münzte sie aus, zu 801 Liverpool 12 Sous-Sie münzte also zu 8 ½ p. C. theuerer als, als sie ein-kaufte, und das war ihr Schlagschatz. Das Sil-ber bezahlte ſie zu 51 Liv. 3 S. 3 D. und münztedaraus 55 Liv. 7 S. 8 D., welches ebenfalls 8 ½ p. C.Schlagschatz gibt.In