Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
123
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Münz=Rechnung.123in dem verschiedenen innern Werthe der Münze, theilsin besondern Auszahlungsarten, und Anstalten zur Er-leichterung der Zahlungen, theils in besondern Staats-und Handelsbedürfnissen ihren Grund haben. Daherdie verschiedenen Benennungen: Bank= und Cou-rant=Geld, in= und ausländisches, wirk-liches und fingirtes, gutes und schlechtesgangbares und abgesetztes, schweres undleichtes, species, hartes und grobes Geld-Scheide⸗Münze, Wechſelgeld, Papiergeld,Cassageld, Cassabillets, Bankonoten Ac-tien, u. d. gl. mehr.Alle diese Benennungen erfordern ihre besondere Er-klärung, welche aber erst bey der Wechsel=Rechnungerfolgen soll.Weil aber das reine Gold und reine Silber zu weichsind, und in dem täglichen Gebrauche als Münze zuviel Abgang leiten würden, so ist man genöthiget, inderen Ausmünzung, beyden einen Zusatz zu geben, wo-durch sie härter werden. So sind z. B. in dem Ham-burgischen Silbergeld nur ¾ oder 12 Loth in der Markfein Silber, das übrige aber Kupfer. Alsdann gibtman den Münzen bey einem bestimmten Zahlwerth einebestimmte Größe und ein bestimmtes Gewicht. Diesheißt; ihr Schrot; das feine Silber oder Gold aber,welches in einer solchen Münze steckt ihr Korn.Vom innern und äussern Werth der Münzen.Schon aus der obigen Erklärung von Schrot undKorn erhellet hinlänglich, daß man unter den rei-nen Werth der Münzen nur ihren wirklichen reinenGehalt an denjenigen Metallen verstehet, woraus sieden