Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
122
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Münz=Rechnung.122und Korns der Münzen einständen. Auf diese Artsind wir nach und nach zu unsern geprägten Münzengekommen. Geld und Münze sind daher gleich be-deutende Benennungen geworden, wie wohl auch man-che Dinge zuweilen als Geld betrachtet werden, dienicht in geprägten Metallen bestehen.Geld ist im allgemeinen ein jedes Ding, worüberdie Menschen, sie mögen einer oder mehrern bürgerli-chen Gesellschaften angehören, übereinkommen, daß siesich dafür Bedürfnisse aller Arten abtreten, oder Dien-ste und Arbeiten leisten wollen. Denn an sich kannalles Geld werden, was man dazu machen will. Sobestimmt sich z. B. der Werth alles nutzbaren Eigen-thums in einem Volke durch Geld, und der Reich-thum einzelner Personen wird Geld ge-nannt und zu Gelde gerechnet. Man sagt3. B. von einem Mann er habe 100000 Thlr. Geld,wenn der Werth derjenigen Dinge die er besitzt, undinsonderheit seines nutzbaren Eigenthums so groß ist.Es kann jedoch seyn, daß er von Zeit zu Zeit, nicht100 Thlr. baar Geld in Händen hat,Gewöhnlich bestehet das Geld aus Metallen voneiner bestimmten Feinheit und Schwere, welche beydedurch ein daran befindliches obrigkeitliches Gepräge an-gedeutet und bestätiget wird, und heißt dann Münzewelchen Namen man jedoch der Werkstätte, worinnet4es bereitet wird, zu geben pflegt.Nach diesem Begriffe unterscheidet man besonderim Handel verschiedene Arten, Eintheilungen und Werthbeſtimmungen oder Waͤhrungen des Geldes, welche theils