Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
121
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Münz=Rechnung.Quantität und Qualität nach mit der Quantität undQualität der dafür erhandelten Dinge verglichen zuwerden. Dieſe Eigenſchaften finden ſich inſonderheitley den edeln Metallen, als Gold, Silber, unddarin liegt der Grund von der Vereinigung aller poli-cirten Völker, für den Gebrauch dieser Metalle imHandel.Man prägte und münzte aber nicht gleich schonrunde Platten aus diesen Metallen, sondern man wogsich das Metall zu, so bald der Handel geschloßenwar. Dieses war wieder einigen Unbequemlichkeitenunterworfen, indem man dabey nicht so recht genauverfahren konnte, denn bald mußte man von den Me-tallstücken etwas abnehmen, bald zu ihnen noch etwashinzulegen.Bey größerer Ausbreitung des Handels schlug undgoß man nun, um den Unbequemlichkeiten dieser Ver-fahrungsart abzuhelfen, metallene Stücke von verschie-denem Gewichte, und setzte darauf, wie viel es wog,und wie hoch sich der Werth desselben belief. GroßeKaufleute, auf deren Treue und Redlichkeit man sichverlassen zu können glaubte, hatten Anfangs das Recht,ihre Namen auf diese Platten zu setzen, um dadurchgleichsam Bürge für die Güte derselben zu werden. Inden mittlern Zeiten überließ man dieſes Recht den Prie-stern, weil man bey ihnen den wenigsten Mißbrauchund Betrug vermuthete. Endlich aber maßten sich das-ſelbe die Regenten an, und gaben durch ihr Bildnißauf der einen, und ihr Wappen auf der andern Seitezu verstehen, daß sie für die Richtigkeit des SchrotsH 5und