Druckschrift 
4 (1807)
Entstehung
Seite
120
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Münz⸗Rechnung.120nisse, und desto weniger war der bloße Gütertaufthinreichend, ihnen die Mittel zur Abhelfung derſelbenzu verſchaffen. Hieraus entſprangen Hinderniſſe undUnbequemlichkeiten des Tauſches, welche nothwendigallgemein den Wunsch hervorbringen mußten, ausser denErzeugniſſen ſeines eigenen Fleißes noch eine andereWaare immer in Bereitschaft zu haben, die so allge-mein beliebt wäre, daß man bey jedem Menschen dieNeigung voraussetzen könnte sie gegen die Erzeugnisseseiner Arbeit ein zu tauschen. Eine solche Waare konn-te, wenn sie erst von einem ganzen Volke, oder garvon mehrern Völkern beliebt worden war, eine allge-meine Ein= und Austauſch⸗Waare, oder einallgemeines Tauschmittel genannt, und als einMaaß des Werthes der Dinge betrachtet werden.Zu einem solchen Tauschmittel wählte man bey ver-schiedenen Völkern des Alterthums, zwar sehr ungleicheMittel; jedoch immer solche, auf welche sie einen be-sondern und vorzüglichen Werth legten.Da der Reichthum der meisten alten Völker in derViehzucht beſtand; ſo waͤhlte man dazu in denfrühesten Zeiten zahmes Vieh, als Ochsen, Pferde,Schaase u. d. gl. Indeß zeigten sich hiebey vieleSchwierigkeiten. Dieſe Sachen waren dſters zur Weg-schaffung nicht sehr geschickt, und auch dem Verderbenoder der Vernichtung ausgesetzt. Man dachte daherauf etwas, das diese Unbequemlichkeiten nicht an sichhätte, sondern schon an und für sich dauerhaft wäre,es mußte aber auch leicht zu theilen und zu häufig vor-handen seyn. Insonderheit aber mußte es fähig seyn, derQuand