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Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
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181
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BEILAGEN 181

Logik.

1. J. VeltinsSey mir willkommen, edler Knabe!

Für dich glänzt hier die goldne Gabe;Du liefertest ein Argument,So man für Cic'rons Mund erkennt.Fahr Sieger fort in deinem Fleiße;Die Zukunft schenkt weit edlere Preise.

2. BuddeSo jung als du, so alt am Geist!

Ist dieses nicht, was Loben heißt?Sieli! wenn man keiner Mühe spaartUnd Wissenschaft mit Tugend paart,Die Bücher mehr als Güter schätztUnd sich den Lohn zum Ziele setzt;Alsdann fehlt's nie, der Sieg ist nah.Trompethe schallt: Triumph ist da!

Dialektik. Niermann

Noch jung, noch zart, und doch schon ManuUnd groß durch SeelenkräfteBist du, mein Freund, verdrüßig nie

In jeder Art Geschäfte,Stehst voller Muth und eisenfestUnd stark wie Königs Eichen,Kein haarbreit weichest du zurück,

Es mußten sieben weichen.Verschanzt mit ächten SprachkuudgründenDrängtest du den Feind zurück.Sey jetzt vergnügt mit diesem Lobe,Es folge dir noch vieles Glück!

2.Minervens edler Sohn! Ich dachte schon bey mir,So eifrig strittest du, bleibt keine Krone dir?Du rängest um den Sieg, ich muß es dir gesteh'n,Ein haarbreit fehlte dir, der Vorzug war geschehn.Dein unverdroßner Fleiß verpaart mit Geisteskraft,Ja, diese haben dir den zweyten Lohn verschalt.

Mathematik. Kloppenburg

Mathesis ist die Wissenschaft,Worin du ganz gewissenhaft.Man gibt dir nur das Längen-MaasIn Linien, Zöllen, Ruthen, Schuhen.Die Wiese soll samt ihrem GrasIm Flechen Inhalt so viel thuen.Dies sagst du gleich, und mißt sie nicht,Nur ihr Figur gibt dir das Licht.