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Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
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66 WIRKSAMKEIT UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

lang gehegten Plan einer in eigener Regie stehenden Tuch-fabrik in Rheine zu verwirklichen *).

Aber damit verstummten die Klagen der Konvente nicht;zum Jahre 1747 wurde, freilich vergebens, die Verlegung derFabrik von Rheine nach Wipperfürth beantragt -) Im Jahre 1763kostete die Elle Tuch für Oberhabite 1 Taler 9 Solidi 4 Nummi,für Unterhahite 1 Taler, während am Ende der Periode, imJahre 1802, wegen Steigerung der Rohstoffpreise und Arbeits-löhne eine Elle besserer Qualität mit 2 und geringerer Qua-lität mit 1 Va Talern berechnet wurden :l ).

Im Jahre 1699 blieb nur, wie der Status bemerkt, dieprovisio frugalis" von 56 Talern, im Jahre 1705 betrug dieSumme bei der damaligen geistlichen Mutter 271 Taler, vierJahre später standen ihr sogar 660 Taler zur Verfügung, imJahre 1712 war die Summe auf 42 Taler zusammengeschmolzen.In ähnlicher Weise geht die Kurve auch in den folgendenZeiten, steigt aber nie zu einer Höhe, die der gelobten Regel-armut widerstritten hätte.

Um einen Einblick in die Klosterökonomie und zugleichin die Höhe der Entlohnung für geleistete Aushilfe zu ermög-lichen, gebe ich den genauen Jahresabschluß vom Jahre 1735.Danach standen folgende Guthaben aus:

1) Von Horste für den Frühmesser .... 25 Taler 24 Gr.

2) Von Mönninghausen für den Frühmesser .22 18

3) Vom Pfarrer in Mönninghausen für Aushilfe

von 1733............2

4) Von demselben Pfarrer für ein violettesPluviale............ 5

5) Vom Pfarrer in Hoinkhausen für die Aus-hilfe am Feste Maria Verkündigung undOstern............. 3

6) Vom Pfarrer in Steinhausen für bis jetztgeleistete Aushilfe.........5

7) Von Westernkotten........ 2 24

8) Von Westernkotten für Hostien vom J. 1734 2

') Acta cap. I 5711'. Vgl. die erste und nicht erfreuliche Bilanz vomJahre 1735 ebd. II 18. -) Ebd. II 17fi 20fi. :l ) Ebd. II 365 937.