VORWORT XIII
des Stadtarchivs ausweist. Vergeblich war mein Suchen jedochnicht; ich fand zur Geschichte des Klosters aus der Säkulari-sationszeit die Inventaraufnahmen der Klostermobilien, des Per-sonalbestandes und das amtliche Protokol über die jährlichenfesten Geldbezüge des Hauses. Zur Geschichte des Gymna-siums aber fielen mir eine Reihe wertvoller Rechnungsbücherder Schulrezeptur in die Hände.
Zu diesem immerhin fühlbaren Mangel an Material füreine lückenlose Geschichte des Klosters kommt für den Ge-schichtsschreiber eines Mendikantenklosters, dessen Wirksam-keit naturgemäß auf dem engen Kreis des religiös-kirchlichenLebens beschränkt bleibt, der übelstand, daß ihm nicht, wiez. B. bei den Benediktinerklöstern die wirtschaftliche und viel-fach sogar politische Bedeutung und damit auch die Geschichteder betreffenden Gegend als interessanter Hintergrund zu einerlebensfrischen Darstellung zur Verfügung steht.
Der deshalb naheliegenden Gefahr derartiger monogra-phischer Darstellungen, in vielfach interesselosem Detail zuertrinken, suchte ich durch Einbeziehung des Klosters in dieallgemeine Geschichte der sächsischen Ordensprovinz und derreligiösen Verhältnisse Gesekes auszubiegen; und ich gebe michder Hoffnung hin, daß in dieser Hinsicht des Guten nicht zuviel geschehen ist.
Ich habe alle handschriftlichen Quellen über das Klosterkopiert und die Abschriften in einem Sammelband vereinigt,den ich dem Provinzialarchiv der Franziskaner zu Düsseldorfüberwiesen habe. Ich zitiere sowohl nach den einzelnen Fund-orten als auch in Klammern nach diesem Sammelbande.
Für großes Entgegenkommen bin ich zunächst Herrn Ober-lehrer Dr. Meyer zu Geseke für uneigennützige Überlassungwertvollen Materials zu lebhaftem Dank verpflichtet. Ihm gebührtdas Verdienst, als erster wieder auf die glänzende Vergangen-heit des alten Franziskanergymnasiums zu Geseke hingewiesenzu haben. Ferner sage ich auch an dieser Stelle den Ver-waltungen des Königlichen Staatsarchivs zu Münster, des Ar-chivs der sächsischen Franziskanerprovinz zu Düsseldorf, sowieden Herren Pfarrer Dr. Brockhof zu Brilon, Wilhelm Falke