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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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12. Die bemerkenswerthesten Kriege und Feldzüge dieser Zeit. 297

Angriffe gegen die Belagerer, aber nach einer unentschiedenen Schlachtzogen sie sich zurück und die Festung Fyn-Sjan war nach langem Wider-stände wegen Mangels an Lebensmitteln im Mai 1231 sich zu ergebengezwungen.

Hiernach suchten die Söhne Dschingis-Khan's Mittel, um in dieSüd-Hauptstadt der Ginen einzudringen und ihnen den letzten Stoss bei-zubringen. Gerade zu dieser Zeit erschien vor Tului ein njutschschischerOffizier, der nach Einnahme der Festung Fyn-Sjan durch die Mongolenin deren Dienst getreten war, und stellte ihm vor, dass es möglich sei,nach Che-Nanj zu gehen und von da in die Süd-Hauptstadt von Südenher über Chan-Tschjun einzudringen, von wo man dann in einemMonate Dyn-Tschjeu an der Südgrenze von Che-Nanj in dem Be-zirke Nanj-Jan erreichen könne. Tului, welcher sich erinnerte, dasssein Vater auf dem Todtenbette einen ähnlichen Plan entworfen hatte,machte dem Oktai Mittheilung, und nachdem dieser Plan dem Kriegs-rathe vorgelegen hatte, wurde derselbe angenommen. Zu dem Kaiseraus dem Hause Sun (oder Song) wurde eine Gesandtschaft geschickt,um die Genehmigung zum Durchzuge der Truppen durch sein Gebietherbeizuführen , und Tului erhielt den Auftrag, nach Süden und weiternach Che-Nanj zu gehen. Da bei diesem Zuge das Land sehr gebirgig,die Wege sehr beschwerlich, Lebensmittel schwer zu finden waren, undsie mitzunehmen gar nicht anging, so schickte man mit Tului nur30,000 Reiter. Mit der Hauptmacht wurde beschlossen, auf dem altenWege über den Chuan-Che-Fluss zurückzugehen, denselben von Nordennach Süden unterhalb der Festung Tschun-Juanj zu überschreiten, so-bald Tului durch seine Bewegungen die Aufmerksamkeit und dieKräfte der Ginen auf sich gelenkt haben würde, und dann sollten beideHeere sich wieder vereinigend im Februar 1252 gegen die Süd-Haupt-stadt vorrücken.

Aus Sjan-Huan (Boo-Zsi) aufbrechend ging Tului über das Chua-gebirge, das die Grenze zwischen den Reichen Gin und Sun bildete,bemächtigte sich im September 1231 der Stadt Chan-Tschjun undentsendete ein Reitercorps nach Westen. Dieses Corps überschritt dasJui-Beschanj-Gebirge, setzte bei Man-Tschjeu über den Zsja-Lin-Fluss,verheerte den District Pao-Nin und stiess wieder zu Tului. Im Novem-ber war der nördliche Theil vonSui-Tschujan den Mongolen unterworfenund die Besitzungen des Reiches Sun wurden verheert, weil die dorthingeschickten mongolischen Gesandten ermordet worden waren. Bei diesemZuge hatten die Mongolen durch den Mangel an Unterhalt solche An-strengungen und Entbehrungen auszuhalten, dass sie sich von Grasund Menschenfleisch hatten ernähren, Wege durch die Gebirge bre-chen oder durch die Felsen hatten hauen müssen u. s. w. Im December