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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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11. Die bemerkenswerthesten Kriege und FeldzUge dieser Zeit. 279

Mstislaw's Uclali (1228) , welcher das Halitscher Fürstenthum anseinen Schwiegersohn Andreas, Sohn des Königs Andreas IL vonUngarn, vergab, eroberte Daniel, welcher damals Fürst von Volhynienwar und in Polen als Verbündeter des masowischen Fürsten ConradKrieg führte, mit Hülfe des Letzteren das Halitscher Fürstenthum vonden Ungarn zurück und nahm den Königssohn Andreas gefangen. Zwei-mal schickte der König von Ungarn ein Heer, um das Fürstenthum Ha-litsch wieder zurück zu gewinnen, Daniel aber, welcher eine unglaub-liche Thätigkeit entfaltete, trieb die Ungarn zurück, von denen eineMenge niedergehauen wurden oder im Dnjestr und in demKarpathengebirgeumkamen (1230). Trotzdem er das Fürstenthum Halitsch aus den Händender Ungarn gerissen, vermochte Daniel lange Zeit nicht sich auf demThron zu behaupten. Der Streit mit den Fürsten Süd-Russlands um denHalitscher Thron endigte sogar (1234) mit der Vertreibung Daniel's ausHalitsch durch Michael von Tschernigow, welcher seinerseits 5 Jahrespäter durch Daniel verjagt wurde (1239). Kaum hatte Letzterer sichauf dem halitscher Throne befestigt, als Bat u in Südwest-Russland ein-drang; Daniel floh nach Ungarn, von wo er, nachdem Ba tu zur Wolgaabgezogen war (1243), zurückkehrte. Von Neuem begannen die Strei-tigkeiten um den halitscher Thron zwischen Daniel und dem Tscher-nigower Michael, und nach des Letzteren Tode dessen SohneRostislaw. Daniel überwand sie, wurde vonBatu anerkannt, musstesich aber selbst den Mongolen zur Tributzahlung verpflichten (1250).Weniger als die Fürsten Ost-Russlands von den Mongolen abhängig, hober binnen Kurzem das Fürstenthum Halitsch auf eine hohe Stufe derMacht und Kraft, befestigte die Ruhe im Innern und den Wohlstand,nahm (1254) den Titel eines Königs von Halitsch (Galizien) undRussland an und führte erfolgreiche und nicht selten entfernte äussereKriege. So half er dem masowischen Fürsten Semowit in demKriege gegen die Jatwjagen, welche er besiegte und zum Frieden zwang.Im Bunde mit dem livländischen Orden und den polnischen Fürsten be-kämpfte er den Fürsten Mindoweg (oder Mendog) von Litthauen,welcher Nowgorodok und andere volhynische Städte unterworfen hatte;die inneren Fehden der litthauischen Fürsten sich zu Nutze machend,drang er in das Innere von Litthauen ein, und zwang endlich Mindo-weg zum Frieden und zur Rückgabe der von ihm eroberten Städte undGebiete. Mit dem Könige Beia von Ungarn verbündet, trat er zuerstfür Gertrud, die Wittwe des Herzogs Friedrich von Oesterreich,gegen die Bedrückung durch den Kaiser Friedrich H. und den Königvon Böhmen auf und kämpfte dann mit Letzterem allein in Böhmen; hierentschied er und sein Sohn L e o in der Schlacht bei Opawa (Troppau)den Sieg und nahm Nosselt. Endlich wagte er sogar sich gegen die