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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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278 II- Vom Tode KaiTs d. Gr. bis zur Einführung der Feuerwaffen.

Augenblicke, wo er mit Eustafius , dem Statthalter vonlsborsk, dieKitter im Rücken angriff, machten sie einen Ausfall aus Pskow und griffendie Ritter von vorn an. Aufs Haupt geschlagen, nahmen die Ritter denihnen vorgeschriebenen Frieden an. Im J. 1342 führten die Pskowitenabermals Krieg mit den Esthländern. Der litthauische Fürst Olgerdleistete ihnen (den Pskowiten) mit seinen Druschinen Hülfe, aber nur ge-ringe, und nachdem er ihnen mehr Schaden als Nutzen gebracht, zog ernach Litthauen ab. Die Pskowiten fuhren indessen fort, Esthland in denJ. 13421343 unter Anführung von Eustafius zu verwüsten. Als sieim J. 1343 nach Pskow zurückkehrten, wurden sie bei Nuhausen vonden sie verfolgenden Rittern eingeholt, besiegten sie jedoch, und durcheine Empörung der Esthen besorgt gemacht schlössen die Ritter Frieden.

§. 89.Kriege im Westen mit den Litthauern.

In den ersten Jahren der Mongolenherrschaft über Russland drangendie Litthauer unter Führung ihres Fürsten Mindo weg in die ProvinzenPskow und Nowgorod ein und bemächtigten sich sogar der Städte Tor-schek und Toropez. Alexander Newski zog acht Mal gegen sie zuFelde, schlug sie bei Toropez. vertrieb sie aus dieser Stadt und der FürstJaroslaw Wladimir owitsch verjagte sie mit Hülfe der Tweritenaus Torschek. In den J. 1253 und 1258 fielen die Litthauer von Neuemin das Nowgoroder und Torscheker Gebiet ein, wurden aber 1253 beiToropez von den Nowgorodern besiegt, 1258 hingegen schlugen sie Jene.Die jammervollen Bürgerkriege der Söhne und Enkel AlexanderNewski's gestatteten den Litthauern ohne grosse Mühe die ProvinzenPolotzk, Minsk und Witebsk zu erobern. Pskow aber und Nowgorodschützten ihre Gebiete, und nun richteten die Litthauer ihre ganze Thä-tigkeit und alle ihre Kräfte gegen Volhynien.

§. 90.

Kriege im Südwesten mit den Litthauern, Polen, Ungarn und

Mongolen.

Das südwestliche Russland, zu welchem auch die FürstenthümerHalitsch und Volhynien gehörten, befand sich in ununterbrochenen Krie-gen mit den Ungarn, Polen, Litthauern, und seit 1240 war es ausserdemnoch häufigen Einfällen der Mongolen ausgesetzt. Die bemerkens-wertheste Kriegsepoche Südwest - Russlands in dieser Zeit war dieRegierung des berühmten Fürsten Daniel von Halitsch. Nach dem Tode