252 II. Vom Tode Karl's d. Gr. bis zur Einführung der Feuerwaffen.
Mitwirkung des Fürsten ConstantinWsewoloclowitsch von Rostowund von Smolensk, eine kleine Druschine der Nowgoroder zusammen(500 Mann) und ging mit seinem Bruder Wladimir von Pskow kühnund schnell am 1. März auf der Seligerskischen Strasse (über denSee-Seligera und die obere Wolga hinab) vorwärts. Swjatoslawwollte, als er dies erfuhr, ihm den Weg versperren und belagerte mit10,000 Mann Rschewk oder Rschew, das nur 100 Mann Besatzung unterdem Befehl von Mstislaw's Wojewoden Jarun hatte. Dieser Letzterevertheidigte sich hartnäckig, während Mstislaw ihm zur Hülfe eilte.Bei seinem Herannahen hob Swjatoslaw die Belagerung auf und zogsich zurück. In diesem Momente stiessen die smolensker Druschinenunter Wladimir Rurikowitsch zu Mstislaw. Die Fürsten vonSmolensk und Pskow riethen nach Torschok zu gehen, Mstislaw dagegenbeschloss, um in den eigenen Provinzen des Gegners den Krieg zu fuhren,vernünftiger und richtiger Weise direktaufPerejaslawl-Saljässin die Provinz Georg's zu rücken, wo er sich Constantin von Ro-stow zu nähern hoffte. Die Wahl dieser Richtung und dieses Operations-objectes verdient besondere Beachtung und Billigung, indem sie vonseiner kriegerischen Begabung und Kunst zeugt. Nachdem er das be-festigte Subzow belagert Und genommen hatte, ging er am rechtenWolgaufer hinab, das Land auf seinem Wege verwüstend. Inzwischenverliess Jaroslaw Torschok und zog zur Wolga, um nach Ueberschrei-tung derselben sich nach Perejaslawl zu wenden behufs Vereinigung mitGeorg und Swj atoslaw, welche aus Wladimir herankamen. UnweitTwer an der Wolga stiess Jarun, der die Avantgarde Mstislaw's com-mandirte, auf die Vorhutswache Jaroslaw's, drängte sie zurück undschlug sie. Jaroslaw selbst aber gelang es an einer andern Stelle überdie Wolga zu setzen und sich mit Georg und Swjatoslaw zu vereini-gen. Mstislaw setzte seinen Marsch die Wolga hinab fort und ver-wüstete das Land weithin, fast bis zum heutigen Kaljasin. Dieser Marschlängs der Wolga hinunter hatte den Zweck, ihn Constantin von Rostownäher zu bringen, und dieser Letztere, welcher mit den rostowschen Dru-schinen ihm aus Rostow entgegen gezogen war, vereinigte sich mit ihmam 9. April zu Gorodischtscha an der Sara in der Provinz Perejaslawl(am 40. Tage nach Mstislaw's Ausmarsch aus Nowgorod). Vergebenshatte Mstislaw den Fürsten Georg und Jaroslaw Friedensanträgegemacht; unter Zurücklassung seiner ganzen Bagage eilte er nun raschnach Perejaslawl, um der Vereinigung der Verbündeten zuvorzukommen.Aber Jaroslaw hatte, wie gesagt, vor ihm zurückweichend, die Ver-einigung mit Georg und Swjatoslaw erreicht. Auf die Kunde vondem raschen Anmarsch Mstislaw's und seinem Angriff auf Jurj ew zogensich die verbündeten Fürsten eilends an den Fluss Ksa zurück und