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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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10. Die benierkenswerthesten Kriege und Felclzüge dieser Zeit. 251

von Neuem hervor, aber Mstislaw konnte schon nicht mehr sich gegensie wenden, weil wichtigere Dinge ihn nach Sttd-Russland riefen. Dorthatte nach dem Tode des Eurik Rostislawitsch der Fürst W s e w o-lod der Rothe von Kijew den Sohn und die Verwandten Rurik's ausden Provinzen Kijew, Tschernigow und Volhynien vertrieben. Diese Ver-bannten waren nach Smolensk gegangen und hatten Mstislaw um Hülfeangefleht. Dieser erbat und erlangte die Einwilligung der Nowgoroder,dass sie mit ihm seinen Verwandten zu Hülfe ziehen und Wsewolodzüchtigen wollten, und brach im Anfang Juni 1214 mit den nowgoroderDruschinen nach Smolensk auf, wo die Druschinen von Smolensk zu ihmstiessen. In Folge eines Zwistes mit den Smoljanen weigerten sich dieNowgoroder mitMstislaw zu ziehen und sollten schon von ihm entlassenwerden, aber bald bereuten sie und folgten ihrem geliebten Fürsten nachKijew. Bei Wischgorod wagten zwei Olegowitschen, Ros^islaw,und Jaropolk (Jaroslawitschen), Mstislaw ein Gefecht zu lie-fern, sie wurden aber besiegt und gefangen genommen. Wsewolodfloh nach Tschernigow und starb bald, während Mstislaw ihn belagerte.Sein Bruder Gljab schloss mit Mstislaw Frieden und erhielt Tscher-nigow, Kijew gab Mstislaw dem ältesten der Rostislawitschen,Mstislaw Romanowitsch von Smolensk. Nun fasste Mstislaw dieBefreiung des Halitscher Fürstenthums von der Macht der Polen und Un-garn, welche sich desselben nach dem Tode Roman Mstisla witsch'»bemächtigt hatten, ins Auge und wollte es von den Fehden der Fürsten,den Streitigkeiten und Empörungen der Bojaren erlösen; den Nowgoro-dern überliess er einen andern Fürsten zu wählen. Sie wählten seinenSehwiegersohn J a r o s 1 a w W s e w o 1 o d o w i t s c h, Fürsten von Perej as-lawl-Saljäss. Die Ungerechtigkeit und Willkürherrschaft Jaroslaw'srief aber bald nach seiner Ankunft in Nowgorod einen Volksaufstandhervor. Jaroslaw ging nach Torschok und Hess weder Brod noch andereLebensmittel nach Nowgorod ein, so dass hier sehr bald eine Hungersnothausbrach und Viele starben. Vergeblich waren die Unterhandlungen derNowgoroder mit Jaroslaw; er forderte unbedingte Unterwerfung, hieltdie vornehmsten Nowgoroder gefangen und rüstete ein Heer aus. Unterdiesen für die Nowgoroder schwierigen Umständen verschob Mstislawden Zug in das Fürstenthum Halitsch für einige Zeit, erschien im Februar1215 in Nowgorod, erklärte sich zu dessen Schutzherrn und trat in Unter-handlung mit Jaroslaw. Aber dieser verwarf alle seine Anträge,schickte die gefangenen Nowgoroder in Ketten nach Perejaslawl und be-gann gemeinschaftlich mit dem Grossfürsten GeorgWsewolodowitschvon Susdal und dessen Bruder Swjatoslaw, Fürsten vonJurew-Polska,ein Heer zu sammeln und die Wege durch Verhaue und Verschanzungenzu sperren. Nun brachte Mstislaw, im Vertrauen auf die Hülfe und