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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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242 II. Vom Tode KaiTs d. Gr. bis zur Einführung der Feuerwaffen.

Hier schwuren die Fürsten einen feierlichen Eid, zu siegen oder unter-zugehen. Am 19. März langten sie am Don an, schonten die Stadt Osse-new, deren Einwohner ihnen unterwürfig und mit Geschenken entgegenkamen, brannten aber eine andere Stadt Sugrow nieder. Am 24. Märzschlugen sie die Polowzer aufs Haupt, wurden aber zwei Tage danachvon ihnen an den Ufern des Salflusses umzingelt; in einer mörderischenSchlacht errangen sie indessen abermals einen glänzenden Sieg über diePolowzer, welchen Monomachus mit seinen Druschinen entschied.Dann kehrten die Fürsten mit Beute und Gefangenen zurück. Der Siegam Salflusse brachte die Polowzer für lange Zeit zur Ruhe. In dem fol-genden Jahre (1112) starb Swjatopolk, und Monomachus bestiegden grossfürstlichen Thron. Seine erste Sorge war die Befestigung deräusseren Sicherheit Russlands. Seine Söhne Mstislaw, Jaropolk undGeorg (Dolgoruki) und sein Enkel Wsewolod Mstislawitschkämpften mit Erfolg gegen die Tschusen, Polowzer, Wolga-Bolgaren.und in Finnland, Monomachus selbst vertrieb die Petschenegen, Tor-ken, Berendjäer aus den russischen Grenzen, wo dieselben sich eigen-mächtig in der Provinz Perejaslaw niedergelassen hatten und vom Raubelebten. Diese Thaten (11161123) waren die letzten des Monoma-chus: im J. 1125 starb er, nachdem er durch weise Politik und mit Ge-walt der Waffen Russland den Frieden und die Einigkeit im Innern undSicherheit nach aussen leider nur auf kurze Zeit gegeben hatte.

§.80.Krieg Isjaslaw's Mstislawitsch gegen Georg Dolgoruki^ oder Anfangdes Kampfes zwischen Susdal und Kijew (11461154).Nach dem Tode des Grossfürsten Wsewolod OlegowitschimJ. 1146 nahm dessen Bruder Igor Olego witsch den grossfürstlichenThron ein. Aber Isjaslaw Mstislawitsch, der Sohn von Mstis-law Wladimiro witsch, Enkel des Monomachus, den dieKijewerim selben Jahre herbeigerufen hatten, besiegte Igor und nahm ihn ge-fangen unter den Mauern von Kijew, setzte sich auf den Thron des Gross-fürsten und griff, nachdem er mit den Polowzern Friede gemacht, gegenseinen Onkel Georg Dolgoruki, welchem nach dem Rechte des Ael-testen der Thron gebührte, und gegen den mit diesem verbündeten BruderIgorew Swjatoslaw, Fürsten von Nord-Nowgorod zu den Waffen.Schon die ersten Unternehmungen Isjaslaw's verdienen Beachtung.Um die Kräfte Georg's und Swjatoslaw's zu theilen, griff er Beidegleichzeitig einzeln an. Während der Fürst von Rjäsan auf seinenBefehl die Provinz Susdal des sich gerade zum Feldzuge anschicken-den Georg angriff, und dadurch ihn dort zum Schutze derselben fest-hielt, drang Isjaslaw selbst, nachdem er sich mit den Fürsten von