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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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1 84 II. Vom Tode KaiTs d. Gr. bis zur Einführung der Feuerwaffen.

abhängig'keit und legten sich den Titel Wojewoden und Hospodare derMoldau bei.

Auf diese Weise hatten sich in dem Lande der alten Geten undDacier mit vorherrschend römischen Elementen die beiden Fürsten-thümer Wallachei und Moldau mit einer Bevölkerung, welche aus denNachkommen aller früheren Einwohner bestand, aber mit vorwiegendslawischen Elementen, gebildet, die nun sowohl dieserhalb, wie wegenihrer Religion weit mehr in das Staatensystem der Ost- und Süd-Slawen,als in das west-europäische gehörten. Aber um des alten Uebergewichtsdes römischen Elementes in denselben willen hat das Land seit damalsbis auf den heutigen Tag in der moldau-wallachischen Sprache den Na-men Zar a-Rum u inj asca (Terra romanescä), und die BewohnerdenGesammtnamen Rumuinen (Romanen) behalten.

Ihre öffentliche und Kriegsverfassung bis zum 13. Jahrhundert hattekeine besonderen geregelten Formen und war der ähnlich, wie sie beiden benachbarten Völkern, namentlich den Ungarn, bestand, welchen dieRumuinen unterworfen waren. Seit dem 13. und besonders dem M.Jahr-hundert aber gewann dieselbe einen eigenartigen, vornehmlich südslawi-schen Charakter, ähnlich dem serbischen, wie dies an seinem Orteangegeben werden soll.

§.67.Donau - Bolgaren.

Gegen Ende des 5. Jahrhunderts hatte ein Theil der Kama-Wolga-Bolgaren sich abgezweigt und (aus dem heutigen Simbisschen und Sara-towschen Gouvernement) gegen die Donau in Bewegung gesetzt. Dasvon ihnen verlassene Gebiet wurde von den Burtassen, einem türki-schen und gemischten Stamme besetzt, und somit waren die West-Bol-garen von den Ost-Bolgaren getrennt. Der Name westliche Donau-Bol-garen wurde den byzantinischen Chronisten zuerst 501 bekannt (sienannten sie auch die Hunnen, Uturguren u. s. w.), als diese Bolgarenzum 1. Mal in Thracien und Mösien eindrangen, was von nun an fastjährlich wiederholt ward. Um ihnen den Weg in diese Provinz zu ver-sperren, baute der Kaiser Anastasius (491517) eine lange nach ihmbenannte Mauer. Trotzdem drangen unter Justini an, 538, die Bol-garen von Neuem in Thracien und Mösien ein, wurden aber von demgriechischen Feldherrn Mundos geschlagen. Im J. 559 ging der Bol-garenfürst Zabergan im Winter über die zugefrorene Donau miteiner zahlreichen Reiterei und einer Menge Slawen (inmit-ten derer die Bolgaren in das heutige Rumänien übersiedelten) und ver-breitete Schrecken bis an die Mauern von Constantinopel, welches von