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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
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92 I. Bis zum Tode Karl's d. Gr. (814);

Soudoyes) , welche aus allen Arten von Menschen. sogar aus Räubernbestanden. Sie werden in den Chroniken unter verschiedenen Benen-nungen erwähnt (Cottereaux oder Cotterelles. von couteau. Routiers,dasselbe wie die Rotae bei den Deutschen. Ruptuarii, Rutarii, Bra-bancons u. s. w.).

§ 27.Truppen der städtischen Gemeinden.

Zu derselben Zeit wie die Söldner- und die stehenden Heere tratenauch Truppen der städtischen Gemeinden auf, C o m m u n a 11 r u p p e n(troupes communales . Obschon die Städte auch schon nach der altenEinrichtung an dem Kriegsdienst theilgenommen hatten, so war dieserAntheil doch ganz unbedeutend bis zu dem Zeitpunkte, wo sie selber oderdie Verbände 'Bündnisse) derselben mehr erstarkt und angewachsenwaren. Die Truppen der städtischen Gemeinden wurden zuerst in Italienund besonders in der Lombardei formirt, dann auch in Frankreich,Deutschland, England und andern Ländern. Ueberall hatten sie ziemlichgleiche Organisation und Einrichtungen, theilten sich nach Stadttheilenoder in ähnlicher Weise, in Deutschland nach Zünften; jede Abtheilunghatte ihren besonderen Anführer und ihr besonderes Feldzeichen, dieganze Truppe eine Hauptfahne: der oberste Befehlshaber war der Bürger-meister, das Oberhaupt der Stadt 'Major, Maire, Podesta u. s. w.). Dievollkommenste Entwicklung der Organisation dieser. Stadtgemeinden-Truppen fand in Frankreich statt, wo der Adel ganz besonders wider-willig und zügellos war, und wo, um ihn zu bändigen, die Könige sehrbald und in geschickter Weise die Städte und Stadtverbände zur Mitwir-kung heranzogen. Philipp August gab den städtischen Heeren eineregelmässige militärische Verfassung, welche bis zu Karl VII. bestand.Die Könige setzten ihre Commissäre GEchevins, Maires, Major) über dieStädte, die städtischen Truppen erhielten Adlige, Ritter u. s. w. alsUnterbefehlshaber. Diesem Beispiele der Könige ahmten in Frankreich,England und andern Ländern viele der grossen königlichen Vasallen inden ihnen gehörenden Lehen nach.

§.28.Bewaffnung der Truppen.

Den hauptsächlichsten Theil der Ritterrüstung bildete der Panzer(Brunia, Haubert, Harnisch, Halsberge) . unter welchem die Ritter einLedercollet (Wamms 1 trugen. Rumpf, Arme und Beine waren durch-be-sondere Erzschienen. der Kopf durch den Helm (Elme. Heaulme oder