80 *. Bis zum Tode KaiTs d. Gr. »814).
nach Alexandrien ilskanderüka) in Cilicien auf. Hier bezog er ein ver-schanztes Lager bei Issus, hinter sich das Meer, die Flotte und freieVerbindung mit Constantinopel, vor sich den Schutz des Taurus Gebir-ges ; er stand schon im Rücken der Perser, konnte sie leicht umgehenund von Persien abschneiden. Nachdem er die Besatzungen der nahe-gelegenen Städte an sich gezogen , suchte er sein Heer mit aller Energieund auf jede Weise zu schulen und zu organisiren, führte strenge Ord-nung und Mannszucht ein, entflammte die religiöse Begeisterung gegendie Feinde des christlichen Glaubens, und erreichte nicht allein dieseZwecke im vollsten Maasse, sondern gewann auch die höchste Liebe undErgebenheit seiner Soldaten. Inzwischen hatte Chosroes seinen Feld-herrn Sar bar mit einem zahlreichen Heere gegenH er aclius entsendet.Sarbar schloss den Heraclius im Taurus-Gebirge ein. Heracliusaber überstieg die Gebirge auf fast ungangbaren Wegen, erschien plötz-lich inSarbar's Kücken, zersprengte dessen Nachhut, lockte durcheinen verstellten Rückzug dessen ganzes Heer in ein ungünstiges Ter-rain , zwang es hier zur Schlacht und besiegte es total. Dann legte ei 1sein Heer in reiche und ruhige Winterquartiere in Cappadocien an dieUfer des Halys fKisil-Ismak) und ging für seine Person nach Constantino-pel zurück.
Im J. 623 gab Chosroes seinen Feldherren Sarbar und Sais denBefehl, sich dem Vordringen des Kaisers H e r a c 1 i u s in Persien zu wider-setzen. In Folge dessen sammelten Beide ein dem griechischen am Halysstehenden überlegenes persisches Heer. • Heraclius, der in Constan-tinopel frische Truppen ausgehoben hatte, brach zeitig im Frühjahrmit 5000 auserlesenen Kriegern von Constantinopel zur See nach Trape-zunt auf, um von dort aus im Rücken der beiden persischen Feldherrnzu operiren und das von dieser Seite unbeschützte Persien zu bedrohen.Das kühne Unternehmen des Heraclius war vom vollsten Erfolge ge-krönt. Die persische Armee zog sich nach Medien zurück, Heracliusaber vereinigte sich mit seinem in Cappadocien überwinternden Heere, riefdie ganze christliche Bevölkerung in dem Lande zwischen dem caspischenund schwarzen Meere gegen 1 die Perser zu den Waffen, und unterwarfArmenien bis zum Araxes ohne Mühe. Auf die Nachricht, dass Chos-roes bei Ganzae (Tauris) stehe, der Hauptstadt von Medien Atropateneam Flusse Surus oder Cyrus, brach er dahin auf. Das Heer des Chos-roes, durch die Niederlage seiner Vorhut in Bestürzung versetzt, floh indas eigentliche Medien, ward von Heraclius, nachdem er Ganzaegenommen, verfolgt und theils" aufgerieben, theils gefangen genommen,theils zersprengt. Nun legte Heraclius sein Heer nach Albanien inWinterquartiere, nahe am kaspischen Meere in der Muganskischen Ebenezwischen Araxes und Syrus.