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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 1 (1880) Von 476 bis zur Erfindung des Pulvers, 1350
Entstehung
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4 Einleitung.

Ersteren und besonders die Zweiten, welche noch die der Zeit nach ihnennicht fernen, altgriechischen Formen handhaben. Die bedeutendstenKriegsmänner dieser Periode, durch ihre Kriege und die Kunst, mit wel-cher sie dieselben führten, sind Chlodwig, der Franken König, KarlMartell, Pipin der Kleine, und hauptsächlich Karl d. Gr., Be-lisar, Narses und der griechische Kaiser Heraclius.

Die 2. Periode, die der eigentlichen mittleren Jahrhunderte,zeigt im westlichen Europa das Bild der vollsten Entwicklung des Feuda-lismus und des Bitterthums und der damit zusammenhängenden Kriegs-Organisation und Kunst, welche ihren eigenen entschiedenen Charaktertragen, der nicht allein den wahren Bedingungen für die Fortschritte derKriegskunst nicht entspricht, sondern ihnen zuwiderläuft. Das byzanti-nische Beich bleibt noch bei den früheren, jetzt bereits überlebten kriege-rischen Formen, Organisation und Kriegskunst stehen, obgleich es in ihnennicht das Bettungsmittel gegen die von der einen Seite West-Europas inden Kreuzzügen) auf dasselbe gerichteten Angriffe und gegen die slawischenVölker, noch gegen die von der anderen Seite immer drohender andrän-genden türkischen Seldschuken und Osmanen gefunden hatte. Inzwischenhatten sich in Europa zwischen Elbe und Wolga, baltischem Meere undden südlichen Gegenden an der Donau und dem Dnjepr die baltischenStaaten Tschechien (oder Böhmen), Morawien (Mähren), Po-len, Bussland, Croatien, Slawonien, Serbien und Bulga-rien mit ihren ursprünglichen slawischen Kriegseinrichtungen und Wesengebildet, welche bald im Westen einen mehr oder weniger westeuropäi-schen, feudal-ritterlichen Charakter annehmen, im Osten und Süden aberunverändert bleiben. Aus Asien aber setzen Avaren, Chasaren, Bulga-ren, Petschenegen, Polowzen ihre Züge nach Ost- und West-Europa auf-einanderfolgend fort, die Araber lösen die Türken ab, die Mongolenunter Dschingis-Khan und seinen ersten Nachfolgern unterwerfenNord-China, ganz Nord- und einen Theil von West-Asien, die Polowzen,Ost- und Slid-Bussland, führen einen Verheerungszug in Polen, Silesien,Morawien, Wengrien (Ungarn) und bis zu den Küsten des adriatischenMeeres aus, und nur infolge besonderer Umstände dehnen sie ihre Ein-fälle nicht weiter nach West-Europa aus und gehen über die Wolgazurück. Auf diese Weise erscheinen in der 2. Periode, ohne das ohnmäch-tige Kriegswesen des byzantinisch-griechischen Staates dazuzurechnen,drei Kriegssysteme: das west-europäi&che feudal- ritterliche,das s 1 awische in Bussland und den Donauländern, das asiatische,türkische und mongolische, und von diesen ist das letztere fast dasbemerkenswertheste, insofern es seine Entstehung so aussergewöhnlichenMenschen, wie Dschingis-Khan und den ersten türkisch-osmanischenSultanen, Osman undOrchan, verdankt und durch sie den Eigen-