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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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338
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338 V, 17 V, 18.

unsz alweg beraytt und hatt yecz allain drew jar aim andern herren gedientt,der selb hat in unnsz hin zogen. Und da er sein seel hyn fürtt, da wurden wirall vast zornig von, mit spött er satt. Nun hab ich kain statt da ich mich müggerechen dann allain in dem vass, das mir geben und zu gefugt ist.' Da nun5 wenig tag vergangen warn, als die sach geschach in dem chloster, da hett herHertwig, ain münch desselben chlosters, ain geschick durch die selben gegendzu reytten. Da west nwn der priester das der tewffel lugen-f^^hafftig istdann ain vatter der lüg, er wolt die warhait erfarn. Er fürt den münch mitim zu der besessen flauen und begert ain worzaichen der warhait von dem

1° tewffel. Das wolt er am ersten nit thün, aber er wartt von dem münch mitbeswärung gepunden das er sprach: 'Dein äpptlein hätt des sterbenden handin sein henden.' Das verjach der münch, da betten die andern all glawben daran.Hern Hainrich von Ysenburg der hortt das er auff den selben tag den er im ge-seczt hett, gestorben was, der forcht seiner hawt gar vast, und der kom in das

15 kloster mit grossem eyln. Das rosz, das er mit hoffart verhalten hett, das fürter mit parfüssen füssen mit seiner aygen hantt zxi dem grab des Cün und begertgnad von im.

Das ist mir kuntt und wissenlich von dem tod der die in den kloster sterbenNovicius: Seyd die tewffel den er weiten an irem end so hafftig sind,

20 was geschieht dann von den pösen, die so vil sünd gethan haben das sy irrendie hilff der engel ?

Monachus: Von dem wil ich dir genüg sagen in den nach genden exempeln.Der tod Chün der pringt mir in gedächtnüsz ander ritter tött, die gar übelgeleppt betten und doch mit aim saugen end verschayden sind.

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Das XVIIj capitel.

Von dem tod hem Rüdolffs, ains ritter aus Saxen lannd, etc.

Es was ain ritter in Saxen, mit namen Rwdolff, und ain grosser tyrannin allen dingen. Der selb legt ains tags an new scharlachen gewantt und rayttin ain horwigen weg, im begegnett ain pawr mit aim wagen. Mit den redern

30 wurden dem ritter seine klayd geunraintt und bekläntt, er wart in zornbewegt als ain hochfertiger ritter. Er zoch sein swertt und hackt dem pawrnain füs ab. Der selb ritter hett darnach umb die und ander sünd vongnaden Gottes grosz layd und rew. Er ward in ainem unserm kloster, dasTor haist, zu ainem münch. Nit lang darnach viel er in swär kranchait.

35 Er begund alltag sein sünd und misstat be wainen, nämlich des pawrn ab ge-hawen füssz. Der siechmaister tröst in, er sprach: 'Ich mag nit getrost werden,

3. tat.: furore commoti, in invicem Vota debachatione grassati sumus.mich ist übergeschrieben.

11. des korrigiert ans das.

1(5. parfüssen] p avs i korrigiert.