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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
313
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IV, 70 -IV, 71. 31.3

Das LXX capitel.

Von ainer «langen, die ains ritters wunden saug und in gesunt

macht.

Uns hatt gesagt Hainrich von Forst, ain erber und warhaffter ritter, garain fromd ding von ainer slangen. Es ward ain ritter bey uns in dem jar gewuntt 5in der seitten und ward nit wol gehaylt, das aytter prach aus, er gewan groszsmerczen Zu ainem tag hett er sich vor wee genaygt auff ain abgehawen stockund enplöst sein wunden, das der unflatt daraus rynnen solt. Er entslyeff, da kamain slang und sawg die wunden. Er wart muntter und warff die slangen [197 v ]von im und wie wol er vast erschrack, noch dann enpfand er von stund an grosse 10hylff und pesserung. Da wartt im geraten das er aber sich da hyn legett unddie schlangen genüg sawgen lyes, so mocht er villeicht gancz gesund werden. Dasgeschach also. Er wart gar wol gesund, die slang gewan in so lyeb das er an kamemend geschlaffen künd, sy kam zu im an sein pett. Der ritter hasset vast die gesel-schafft, er raytt aus dem land anderhalbs jar, die weil sach er die slangen nit. laDa er wider kam, die slang kam auch wider, und wann er sein gemach verschlos,das die slang nit ein mocht, so vand er sy doch albeg des morgens vor der tür.Da ward im geraten das er das kuntter dotten solt. Er antwurt: 'Mein haylerund gesundmacher wil ich nit tötten.' Die slang trayb das so vast und vil daser zu lesst erzürntt ward und die slangen dottet.

Novicius: Die slang was pesser dann die schlang von der oben gesagt ist.

Monachus: Die ober slang hat gestrafft ain grosz missetat und ward

darzu beschaffen. .,

Wie vil die slangen den menschen übersehen und nach geben, das wil ^ich dir offen und chunt machen mit zwain mirakeln.

Das LXXj capitel.Von ainer flauen in Flandern, die ain slangen tranck aus ainer

wagen lays.

Es was ain fraw in Flandern, als ich nächst gehört hab von Wei-

' karten, unnseren münch von Valery, da die ain kind gepar, da was am grosse

schlang im umb den hals gewikelt, davon retten die lewtt wie man sy an

sundern schaden des kindes herab gewinnen mocht. Da ward nach ains weysen

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6. prach] am Ende t gestrichen.

7. lat. : nudato lateie.

8. sein fehlt. ,15. nach land am Zeilenendc gestriclien and b.19. vor vast gestrichen lang.

21. Dist. 6 cap. 22.

22. gestrafft] st aus f korrigiert.

31. an] ist übergeschrieben. 32. sundern] n nachträglich an sund' angefügt.