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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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284
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284 iv, 19 IV, 21.

das zu rechen. Hewtt auff den tag ist der pfeyl alda behalten, und die wundenund die pluts tropfen zaigt man hewtt bey tag in der selben kirchen. Das alleshat zeugnusz geben unnser appt, das er das gesehen hatt.

Das XX capitel.

5 Von ahn gewuntten creücz mit ainer lanczen, dem gleich also

geschach.

Da zu der selben zeitt künig Ott aus fwr mit heres krafft wider künigPhilyppen, bis er kam zu Weissenburg, sein wäppner vielen in ain kirchen,da sach ainer ain crucifix, das was mit ainem snee weissen tüch behangen, er

10 begert das mit allem vleisz zu erlangen und gewinnen. Do er das mit der hantnit gelangen mocht, er gedacht wie er das mit der lanczen gewinnen mocht.Das tüch was gar starck und vesst an das chreücz gehefft, da stach er dareinan vil enden. Das nw Gott der herre erzaigt was man seinem pild tätt, dasdas im selb geschechen war, es war er oder uner, er dett erscheinen sein gewaltig

15 krafft und lyes aus yeglichem stich völlikleich plütt vliessen. Er ist aber ge-wundt und gestochen hye auff erden, der da siezt zu der rechtten hantt seinsvatters in dem hymel, als er dann selb klagt durch den propheten: 'Sy chreüczigenmich den ganezen tag.'

Was aber pen die selben leyden, das beweysst das nach gend exempell.

30 Das XXI capitel.

Von den dieben, die zu Wtricht das crewez staln und erhangen

wurden.

[183 r ] Bey nydern Wtricht da haben dyepp in dysem jar den sagrer ge-prochen und ettlich gütt mit samppt ainem creücz, das gar mit köstlichen ge-

85 stainen in golt verseezt und eingefangen was . . . Der selben tyepp warn vill, S3-taillten zwen das creücz und die andern namen das gütt und vergiengen sich.Des morgens da solicher chirchprüch an kam den pischoff und die Chorherren,sy wurden vast betrübtt und laydig, und besunder umb das chraücz, darinndann was ain grosser span dez heyligen holez, da Gott sein tod an gelitten hett.

80 Des selben morgens santten sy vil reyttender man in vil Strassen und weg, dassy suchten die dieb. Die zwen, die das chreücz trügen, die giengen ain offen strasz,zu den kamen die reittenden und hetten auff sy kain arkwan und ritten für sy.Da tett Got ain zaichen und verkert den zwain dieben ir gedänck und synn,das sy von der offen strassz wichen und giengen in ain mos, und wie vil sy za-

14. geschechen] das zweite e aus & korrigiert.

17. Sach. 11; Mal. 2.

24f. fehlt das Verb. ; tat. : sacrarium . . . effringentes . . . asportaverunt.

26. tat. : abierunt.