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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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283
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IV, 18-IV, 19. 283

ainer unhailsamen pflag. Wann er gewann ain wunderlich pein das er in dervassten solichen lüst zu fleysch essen gewan, das er ye des fleisch nit mangelnmocht noch wort. Auch zwang und nöttet er sein choch fleysch zu essen.Da er das frävenlich die ganczen vasten getan hett und komen was zu demheyligen charfreitg vor ostern, da sprachen sein diener zu im: 'Herre, hewtt 5ist der tag des gütlichen leydens und ain tag kristenleicher lewtt peynigungund kestigung, darumb zimppt in kayn weys fleysch zu essen.' Er antwurtin und sprach: 'Ich wil hewtt essen als ich piz her ge ezzen hab.' Hör undmerck ain wunderlich geschieht: An dem aller heyligisten tag zu ostern, so dasfleysch gesegentt wirtt, da vermocht er kain fleysch geessen von solicher grossz, 10beganger fravell, das geschach von der rechten urtail und gericht Gots des all-mächtigen, und müsst darnach visch essen piz zu seinem tod.

Novicius: Der herre ist der gerecht richter.

Monachus: Zu lob Gott, dem ebigen behaltter, sag ich ettliche wunder-lichen von seinem heyligen pild, darnach wil ich komen zu den elementen. 15

Das XIX capitel.Von aim pild, das zu sand Goar gewunt wart, aus dem vil

plücz floz.Zw der zeitt der widertracht zwischen Otten und Phylippen in die kirchen»ant Goars, die gelegen ist in dem pistumb Tryer, und ist vast starck gepaw 20und hoffstat, detten die lantlewtt durch sicherhait flöhen ir gütt. Das wartgewar Wernhert von Ponlantt, ain vast reicher und machtiger man, der kamdar mit vill wappnäm und stürmt die kirchen mitt plwenden und hantwerckund mocht doch die nit gewinnen. Die genötten und betrübten in der kirchendie namen ain hilezein marter pild und hüben das zu rettung und trost für ain 25venster, [182»] und vermainten das sy durch des chreücz er und wird an die endnit sturmpten. Under den äussern was ain schücz, der klain acht hett auffdas chreücz und ward grimend auff den der das chreücz aldar hüb, und schoszu im ain pfeyl und wunt das heylig pild vast tieff in ain arm. Von stund anwurden ernewtt die allten wunder, wann in gleicher weys als hett ein mensch 30zu ader gelassen, troff das plütt aus dem arm, und von forcht des selben zaichensward der benantt Bernher hernach mit dem chreücz gezaichett zu der merfartt.Do das hört hern Philipp der appt von Ortenburg, er rait selb darzu, erfragendie rechten warhaitt. Da im alle die dy da waren zeügnüsz gaben, da was ainjud, der nam den appt an ain gehaym und sprach: 'Wärlichen, pey dem leben- 35tigen Gott, herre, das ist alles war.' Und als er mir sagt, so hett er grossen lüsst

20. starck und; lat. : est firmisrimum, tum propter situm loci, tum propterstrueturam. 23. lat.: arietes machinasque applicuisset.^

30. Zuerst wunde, also wunden; dann t angefügt und ~ gestrichen.36f. lat.: multo amplius delectabatur in testimonio inimici.