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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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244
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244 III, 41— III, 42.

sölichem für körnen und sehen nam im der selb prüder ze synn und gedacht imwie er derselben heylikait des sacraments nicht wirdig war zu emphahen, und hübsich von in zegeen in das höher gestüll der prüder. Und was im die andern prüderzaichen geben, er solt bey in beleiben und das sacrament empfahen, das gieng5 im nicht zu herczen, und gab in hyn wider zaichen nach irer regel, das er nichtwolt mit in zu der zeit das sacrament empfahen. Darnach als die preym ge-sungen was, do die andern in das capitel giengen, do gieng er ab von in an seingepet, als etlich pflegten zetün. Und so er zu dem allter des heyligen chreücz kom,do gab er sich in sein gepett mit andacht ein gütte zeitt, und die selbe zeit [160 r ]

10 was im kürcz von grosse wegen seiner andacht, die im Gott doselbs gab. Und doer also mit dem gepett die zeitt verlengt und chain acht hett auff die zeit, diedieselben weil hingieng, do erschain im die lobsam küniginn und gepererinn GotsMaria und ward im zu sprechen mit solichen worten: 'Warumb hast du denheyligen leichnam und plüt meins aller liebsten sün hewt nicht empfangen mit

15 andern deinen geprüdern V Er antwurt mit lautter stymme er war des nichtwirdig gewesen. Im antwurt unnser liebe fraw und sprach: 'Du gedenckst dirselber wie du des unwirdig gewesen seist, wie magst du oder yemant gedenckeneines der solicher grossen dinge müg wirdig sein zw empfahen ? Das sey dir zudisem mal vergeben und für sich dich eben das du fürbas des gleichen nymmer

20 tust.' Jn der selben zeit do er also seines gepets innig was und der mitchosungunser lieben frawen anhorig mit grossem lust auf nam, do was im als er enzucktwar in dem geist, und kom doch wider zu im selber, also das er gedacht zu capitelzegeen und eylt doselbs hyn nach den andern prüdem. Do begegenten im ettlichder selben seiner prüder, die zu den älltern giengen, und das capitel was geendet.

25 Des wesst er nicht und belaib dannoch an seinem gepet. Do ward zu der terczgelewttet, do erst gedacht er und verstund was im widergangen was, das ersölichs versawmen getan hett, und liesz sich seinen öbristen davon absolvirenund ledig sagen.

Das XLIj capitel.

30 Ibat post hoc in cena domini quidam etc. Darnach an dem

heyligen antlas tag do gieng der prüder einer zu dem heyligen sacrament. Derselbe was mit grosser trakait und missetrawung bekümert also das er im gedacht:Hett er es mügen ze tun, er war vil lieber nicht doselbs gewesen in gegenwürtikaitder empfahung des wirdigen sacraments [160''] von seinen prüdem. Wann do

35 er zu dem allter gieng, das tet er mit solicher swärikait und tragen geen daser sein nach geend prüder auffhielt und irrt, das sy in als für scbuben. Undsy komen an die stappfeln des alltar, do kert er sich umb und sach einen andern

1. nach sehen gestrichen wann.8. des] s undeutlich. 21. anh'rig.

31. Tat.', in coena domini.