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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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169
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II, 6811, 69. 169

war, darmnbe so geschach es, das in Gott zu seiner enthebung, do sein hevligerleichnam erhebt ward, mit grossen wunderzaichen geert hatt.

Novicius: Probabile est quod dicis etc. Du sagst an dem pewerlich.Es ist aber noch ein ander dinck. das mich pewegt. wann es geschieht offt, dasfür der heyligen gepain oder heyltum ander ding gehabt werden, domit denn 5falsche für wäre ding geeret und gewirdigt werdent. Wes dunckt dich darinn:Ob die selben erer sölicher dinge domit sünden oder verdienen?

Monachus:Meo iudicio etc. Nach meiner urtail so dunckt mich dasdarinn die itnwissenhait soliche schuld enthebe, wann dy gütikait verdienetgnade. Das es war sey, das ist sicher, wannd unser herre Gott tut understunden 10zaichen durch soliche ding und ere, die sein heyligen angelegt werden mit erungsölicher ding, dy für ir heylgtum gehalten und geeret werden und doch nichtires heyltums ist, den selben heyligen zu eren und den menschen, die sy eren zupesserm gelauben.

Das LXVIIIj capitel. 15

Miles quidam predictum martirem sanetum Thomam Can-tuariensem etc. Ein ritter was, der den selben sand Thomas mit innikaitseines herezen lieb hett und an manigen steten sein aysch und erfarung hett,wie im desselben heyligen etwas seines heyltums werden möcht. Do das eintrugenhaffter priester vernam, in des haws er über nacht zu herwerg was, der 20sprach zu dem ritter: 'Herre, ich han einen zäum, der des heyligen sand Thomasgewesen ist, mit dem er lang zeitt geriten hatt, den selben zawm han ich inmeiner gewalt und han vil zaichen da durch gesehen und empfunden.' Do dasder ritter vernam, er gelaubt [114 r ] des trugenhafften priester worten und wasfro und gab im umb den selben zawm, der sand Thomans gewesen solt sein und 25doch nicht was, das gelt, das der priester darumb gefordert hett, und nam vonim den selben zawm mit freüden und mit grosser andacht. Aber der allmächtigGott, dem nichts unmüglich ist zetün, der wolt des ritters glauben mit lone widergelten seinen marterer zu eren, und Hesse vil zaichen da durch geschechen.Dasselbe ward der ritter wol mereken und solche wunderzaichen auff nemen 80und liesz ein kirchen von gründe new in desselben heyligen sand Thomans erenpawen und liesz darein des p6sen priesters zawm für sand Thomans heylig-tum legen.

Domit habend hye ein ennde die sehunge von den heyligen marterern.

Novicius: Qui sint confessores et quare etc.? Welche heyligen 35die sein, die gehaissen sind peichtiger oder verjeher und warumb sy also gehaissensein, das sag mir mit nachfolgendem sehungen davon.

4. ist übergeschrieben.11. vor werden gestrichen sind.13. eren aus ire korrigiert.19. wir. 25. zwm.

32. vor priesters gestrichen ritters.