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II, 65—11, 66.
sy nach den die in ob gelegen waren des streite, und sagten in wie das sy ein grossestreitende schar an unnserm vorstreit gesehen hetten, die alle und ir yeglicherin weisse varb gechlaidet warn, und an ir prüst ein rott chreücz bezaichent, unddie selbe weisse schar hett alle der hayden macht und streitman fluchtig gemachet.5 Auch hetten die selben haidnischen künige grosz volck in auff dem mer mit galeennach folgent, die zu in in den streitt komen solden sein. Die selben wurden allmit sampt ir galeen von den hymlischen engel scharen also erschrockenleichauff dem mer angefochten, das sy alle wider flüchtikleich umb cherten. Do dasdie kriesten von den gefangen haiden durch yr tulmätschen verstunden, do
10 danckten und lobten Gott, den allmachtigen, und die heyligen sand Jacob und
sand Vincenczen und ander heyligen, die sy also in den nöten des streits angerüfft
hetten und in so gnädikleich und hilffleich bey gestanden warn. Das habent mir
erberg und wolgeporn edel lewt gesaget, die bey dem selben streit gewesen sind etc.
Novicius: Est ne pecatum etc. Ist des icht sünde, ob ein mensch
15 heylgtum bey im trüg und domit gieng zu stülen natürlicher notturfft zu pflegen %
Monachus: Pecatum est etc. Sein ist stund, es sey dann, das die selben
ein redlich notturfft verspreche. Wannd die lieben heyligen habent chainen
graben des gestanckes, der von natur kumppt, in grawett aber ab dem menschen
schulde.
20 Das LXVj capitel.
ßernhardus monachus etc. Her Wernhart, die zeitt [112 r ] unnsrermünch ainer, der gienge zu einer zeitt über velt, vor dann er sich von der werltin unsern orden chert, und trüg bey im in ainem secklein an seiner seitten heylg-tumb des gepain sand Johannis und Pauli. Und do er also des wegs gieng, do
25 wurden in pös unkeüschs gedänck pewegen, darinne er ein weil swebt mit lusste.Do würden die vorgenanten heyligen martrer, der gepain er an seiner seitten trügin einem seckel, solchen seinen unraynen gedäncken widersteen, als in zu er-manen davon zelassen, und stiessen in mit dem selben irem heyligen gepain,das er an der seitten trüg, in sein seytten allenthalben hertikleich und merckleich.
30 Do er des alles nicht achten wolt und für sich den weg gieng, do gelagen im dieselben unraynen gedencken und entgiengen im. Und über ein gütte weil darnachwurden sich die selben pösen gelusst des fleischs aber wider an im enzünden undmercklichen pewegen, und so pald ward in das lieb heyltum, das er trüg, aberin die seitten stossen und stecken als mit einem gartt, als ob sy zu im mit der
35 zwelfpoten stymme sprächen: 'Raynig dich und tu dein pös gelüsst und gedanckvon dir, wannd du tregst die vässer des herren Gots.' Die vässer des herren sindder heyligen leichnam, darinne Gott hye auff erde, do sy gelebt habent, gewont
3. ge (Zeilenende) chlaidet.
16. lat.: Peccatum est, si gestalltes illas non excusaverit neeessitas.
26. nach do würde noch einmal do wurde; wieder cfestrichen.
32. sy. — lat. : cum iterum titillationes surgerent. 36. Jes. 52, 11.