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und in feüreinn zungen ob den zwelfpoten gesehen worden. Und das ist auch nichtan sache, wann die taube hat syben natürleich tugent und aigenscheffte und istder ainfaltigest vogel, und durch die selben syben tugent und aigenscheffte sindgeistlich bezaichent die syben gäbe des heyligen geistes. In dem fewr ist hicz5 und liechtschein, also der heylig geist hiczet durch sein lieb, die er enzündet inmenschen herczen, und erleuchtet auch durch die würckung der wissenhait.
Novicius: Peticioni mee satis factum fateor etc. Ich bekenndas mir von dir über mein frag genüg geschehen ist mit der heyligen geschafftauslegung. Nw pitt ich dich, ob du icht ettlich [91 r ] exempel und ebenpild davon10 wesste, das du mir die selben offenbarest.
Monachus: Quod nostris temporibus etc. Das der heylig geistbey unnsern zeitten under einer weissen tauben und fewres gestalt gesehen ist,das wil ich dir mit waren ebenpilden erzaigen und offenbarn.
Das XXXVIj capitel.
15 Cum esset dominus abbas etc. Do herHerman appt unnsers chlosters
zu einer hochzeitlichen zeitt under der metten und under dem lobsang 'te Deumlaudamus' etc. umb geng in dem chor für der prüder stül, sy zu ermonen und er-becken die släffrigen, und nach seiner gewonhait in den chor der conversen oderpärting gieng, do sache der selben pärting einer wie das ein sneweisse taub ab
20 dem kreücz, das ob der selben pärting alter stund, auff die schaiteln desselbenabptes Hermans fliegen und darauff rasten ein gütte zeitt. und als lang bis daser wider aus dem chor gieng, do flog sy von seinem haubt wider auff das kreücz.Do doch der selbe lobsang volbracht was, und do die leczen des heyligen ewangelyangehaben was, do flog die selbe taube aber von dem chreücz auff seinen pfeyler,
25 den nesten bey dem pulpidum, darauff dy leczen gelesen ward, und naigt ir orenund haubt gegen der leczen, des heyligen ewangely mit fleysz zu verneinen.Und nach der selben leczen flog sy aber wider dannen auff das chreücz. Dashat der selb pärting gesagt, das er soliche sehung offte zu hochzeitlichen zeittengesehen hab. Zu zeitten als offt der selb abpt Herman in der pärting chor gieng,
30 wenn er dann vor dem altar sich tyeff und diemüttikleich chnyend nyder naigt,als offt er hüb sich die selbe weisse taub ab dem chreücz, auff des vorgenantenappt Hermans haubt und auff sein schaiteln zefliegen und do selbs rückleichzesiczen, und ir flügel slüg sy zesammen, das es laut erhal und grossen scheingab, das es wol yedem gegenwürtigen horleich und sichtichleich gewesen war,
35 ob in Gott die selben gnad zehören und zesehen dasselbe geben hett etc.
1. worden. 2. sache] = Ursache; lat. : causa.
5. er fehlt.
14. XXXVII capitel steht über der Zeile am Rande rechts.
18. den. 19, d en , 32. Vor rvickleich gestrichen wiirckleich.
33. flog. er.